Kreisklinik Bogen
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Neuigkeiten 2016

Dr. med. Alexander Schütz, Prof. Dr. med. Stefan Greiner und Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Fickert bei der Frage- und Diskussionsrunde nach den Vorträgen

Hand-, Schulter- und Hüftpatienten haben vieles selbst in der Hand

Über hundert Besucher beim Gesundheitsabend der Klinik Bogen und des sporthopaedicums

Der Schmerz soll schnell aufhören, stabil und beweglich muss es sein und dabei noch ästhetisch aussehen: so lauten die dringlichsten Wünsche von Hand-, Schulter- und Hüftpatienten an die Behandlungsmethode. Beim Gesundheitsabend der Klinik Bogen am vergangenen Donnerstagabend informierten der Handchirurg Dr. med. Alexander Schütz, der Schulter- und Ellbogenspezialist Prof. Dr. med. Stefan Greiner und der Hüftexperte Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Fickert, allesamt Ärzte des sporthopaedicums Straubing, die auch an der Klinik Bogen operieren. Die 110 Zuhörer von jung bis alt im großen Saal des Kulturforums Oberalteich zeugten von der großen Häufigkeit und Verbreitung von Hand-, Schulter- und Hüftbeschwerden.

Klavierspieler oder Handwerker: wer braucht was?

Der langjährige Belegarzt der Klinik Bogen Dr. Schütz schulte den Blick der Patienten für Probleme der Hand. Als verlängerter Arm des Gehirns ist diese seit Urzeiten integraler Bestandteil und Besonderheit des Menschen mit vielen Bewegungsmöglichkeiten. Ob Karpaltunnelsyndrom, schnellender Finger, flüssigkeitsgefüllte Zysten, Bindegewebsstörungen oder Arthrose an Finger- und Handgelenken: die moderne Medizin verfügt über vielfältigste Möglichkeiten, ursachenbezogen zu diagnostizieren und somit weitere Gefahren für das wichtige Greiforgan auszuschließen. „Man muss sich immer fragen: Was ist normal, was muss behandelt werden und wie?" erklärte Dr. Schütz. Das Therapiespektrum reiche von Ruhigstellen über Physiotherapie, Lymphdrainage, medikamentöse Therapie und Einspritzungen über arthroskopischen Eingriffen bis hin zur offenen Operation mit und ohne Implantate. Neben Schrauben und Drähten gibt es für den Handbereich auch Gelenkprothesen, zum Beispiel für einzelne Fingergelenke oder auch für das Handgelenk. Dass die Therapie stets auf den Patienten abgestimmt sein muss, erklärte er an einem Beispiel: „Ein Klavierspieler benötigt in erster Linie Beweglichkeit im Gelenk, ein Manualarbeiter Kraft und Stabilität. Daran orientiert sich die individuelle Therapie, die von schmerzreduzierenden und gelenkstabilisierenden Eingriffen bis hin zum künstlichen Gelenkersatz reicht."

Eigeninitiative bei Schulterschmerzprävention besonders wichtig

Prof. Dr. Greiner stellte das beweglichste Gelenk des Menschen vor, das „Supergelenk" der Schulter. „Schulterschmerz macht alltägliche Aufgaben zur Tortur", beschrieb er. Selbst bei alltäglichen, scheinbar einfachen Tätigkeiten wie Abstützen beim Aufstehen oder Gehen am Stock ist die Schulter Belastungsspitzen von bis zu 80 Kilogramm ausgesetzt. Da die Schulter nur durch das abgestimmte Zusammenspiel mehrerer starker Sehnen zusammenhält, können bereits kleine Schäden die Stabilität empfindlich stören. Fehlhaltung, Überbelastung, Entzündung, Ablagerungen, Verschleiß oder Sehenrisse können in Folge auftreten. Prof. Greiner ging hierbei näher auf das Impingement- oder Engpass-Syndrom mit Diagnostik- und Behandlungsmöglichkeiten ein, ebenso auf die Kalkschulter, die Arthrose des Schultereckgelenks sowie Risse der Rotatorenmanschette. Besonders betonte er, dass Prävention durch eigenständiges Bewegungs- und Haltungstraining bei der Schulter besonders wichtig sei. Physiotherapie zur Dehnung und Kräftigung helfe in den meisten Fällen sehr gut. Risse hingegen heilen nicht von selbst, sondern vergrößern sich ohne Operation immer weiter. Muss operiert werden, gibt es schonende Möglichkeiten der Arthroskopie und des individuell geeigneten Gelenkersatzes mit anatomischer oder auch inverser Schulterprothese.

Kleine Ursache - großer Hüftschaden

Schmerzen im Bereich der Hüfte und Leiste müssen durch die Nähe zum Bauchraum und zur Wirbelsäule immer interdisziplinär betrachtet werden, erklärte Priv.-Doz. Dr. Fickert. Schon Säuglinge werden mit Spreizhosen behandelt, um angeborene Fehlformen zu korrigieren. Diese sogenannte Hüftdysplasie bereitet unbehandelt vor allem jungen Frauen Probleme. Abhilfe bringt laut Dr. Fickert nur die operative Korrektur der Pfannenfehllage. Diese zögert den Gelenkverschleiß und damit die Notwendigkeit eines Kunstgelenks mit sehr guten Ergebnissen hinaus. Junge Männer hingegen nutzen ihr Hüftgelenk häufig ab durch wiederholtes heftiges „Falscheinklemmen" zum Beispiel beim Eishockeyspielen. Die Folgen sind asymmetrisches Wachstum und einschießende, stechende Schmerzen. Der Arzt trägt in einer Umformungsoperation den überstehenden Höcker am Gelenkkopf ab und tailliert den Oberschenkelhals für freie Beweglichkeit. Im fortgeschrittenen Alter tritt Arthrose immer häufiger auf. „Deutschlandweit werden pro Jahr deswegen rund 180 000 künstliche Hüftgelenke eingesetzt", sagte Dr. Fickert zum Thema Gelenkverschleiß. „Als Ursache reichen oft schon kleinere Schäden durch Fehlformen, Unfallverletzungen oder Stoffwechselstörungen. Hinzu kommen Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel oder hohes Lebensalter oder lange Zeitdauer der einwirkenden Schädigung." Im Anfangsstadium seien aufgeklärte Patienten mit konservativen Maßnahmen wie Physiotherapie gut beraten. Gegebenenfalls helfen auch Gewichtsreduktion, Hilfsmittel, Akupunktur oder Medikamente gegen die Schmerzen. Bei fortgeschrittener Arthrose sei je nach Schmerzen, Einschränkung der Lebensqualität und medizinischen Voraussetzungen zu entscheiden, ob eine Operation in Frage kommt. Muss das Gelenk ersetzt werden, stehen knochen- und muskelschonende Verfahren zur Verfügung mit bewährten Gleitpaarungen für möglichst wenig Materialabrieb, hohe Verlässlichkeit und Langlebigkeit.

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