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Neuigkeiten 2017

Dr. Raimund Bauer, MUDr. Jiri Sramek und Dr. Alexander Schütz

Sturz bei Glatteis, Gicht, Schaufensterkrankheit und mehr

Gesundheitsabend der Klinik Bogen über Knie, Arm, Hand und Wirbelsäule

Was macht Knie, Arm, Hand und Wirbelsäule häufig zu schaffen und welche Lösungen bietet die moderne Medizin? Dies erfuhren die über 50 interessierten Teilnehmer des Gesundheitsabends der Klinik Bogen im Kulturforum Oberalteich am Donnerstagabend. Es referierten der neue Chefarzt der Unfallchirurgie Dr. med. Raimund Bauer, der Handchirurg Dr. Alexander Schütz und der Wirbelsäulenspezialist MUDr. Jiri Sramek, der in der Zwischenpause mit einer Musikeinlage am Konzertflügel für Unterhaltung sorgte.

Das kompliziert aufgebaute Kniegelenk ist laut Dr. Bauer anfällig für Verschleiß, Verletzungen und Stoffwechselerkrankungen wie „Gicht". Während manche Fehlbelastungen mit Geleinlagen ausgeglichen werden können, hilft bei Meniskus- oder Knorpelschäden oft nur eine Operation. Beim Gelenkersatz stellte der Unfallchirurg die Knieprothese mit Achsführung und Drehmöglichkeit näher vor. Anschließend präsentierte er interessante Fallbeispiele für Akutversorgungen von Arm- und Handverletzungen. Darunter befanden sich aus aktuellem Anlass Sturzverletzungen infolge des Glatteises im Februar, außerdem ein wiederholter Unterarmbruch und ein Angelhakenunfall mit Weichteilverletzungen. Oft halfen hier konservative Maßnahmen wie Ruhigstellen des Bruches, ein nicht invasiver Eingriff mit geschlossener Einrenkung der Schulter und fachgerechte Fremdkörperentfernung. „Insbesondere bei Kindern ist es erstaunlich, wie gut sich Knochenbrüche verwachsen", stellte Dr. Bauer fest. Operiert werden instabile Brüche mit dem Ziel der Schmerzfreiheit und Beweglichkeit. Die Entscheidung über die Art der Versorgung - interne oder externe Stabilisierung, Drähte oder stabile Platten - trifft der Arzt individuell mit jedem Patienten.

Über elektive Handchirurgie als „das Gegenteil von Notfallbehandlungen" sprach der Belegarzt der Klinik Bogen und Handspezialist des sporthopaedicums, Dr. Alexander Schütz. Typische Erkrankungen im Arm- und Handbereich sind Nerveneinengungen, Bindegewebserkrankungen und Verschleiß. Dr. Schütz veranschaulichte verschiedene OP-Verfahren, die Schmerzen beseitigen und Fingerbeweglichkeit sowie Handkraft bestmöglich wiederherstellen. „Nicht zu lange warten" hieß es bei der Handchirurgie „mit Notfallcharakter". Die Behandlung von Sehnenrissen, „Skidaumen" und Sturzverletzungen am Handgelenk sollte zeitnah erfolgen für bestmögliche Wiederherstellungschancen. „Nach einem Sturz aufs Handgelenk drücken Sie in die ‚Schnupftabakmulde'", empfahl Dr. Schütz, „Druckschmerz ist hier Anzeichen für einen Kahnbeinbruch." Er erläuterte umfassend unterschiedliche operative Versorgungsmöglichkeiten, unter anderem den endoprothetischen Gelenkersatz bei Fingergelenken, sowie diverse „Rettungsoperationen" bei zunächst nicht erkannten, verschleppten Schäden.

Dass die kleinen Facettengelenke der Wirbelsäule dem Verschleiß unterliegen, erfuhren die Zuhörer von MUDr. Jiri Sramek, Belegarzt der Klinik Bogen und Wirbelsäulenspezialist der Praxis Prof. Bertagnoli. Ein abgenutztes Gelenk und auch Fetteinlagerungen drücken auf die Nerven im Wirbelkanal. Je nach betroffenem Nerv können die Schmerzen laut MUDr. Sramek ganz unterschiedlich sein, „jedoch sind zirka 50 Prozent ganz typische Symptome: große Schmerzen beim Spazierengehen, Stehenbleiben nach einer gewissen Strecke, sich Bücken, damit der Schmerz nachlässt" - kurzum: die sogenannte „Schaufensterkrankheit". Ohne Lähmung wird zunächst konservativ behandelt mit Krankengymnastik, Schmerzmedikamenten oder Cortisoneinspritzung unter Röntgenkontrolle, damit die Spinalkanalverengungen abschwellen. Bleibt eine konservative Behandlung erfolglos oder liegen Lähmungserscheinungen vor, sei die Erkrankung operativ ebenfalls sehr gut und ohne Versteifung der Wirbelsäule behandelbar. Die Befreiung des Nervenkanals beschrieb MUDr. Sramek als bewährte Operation, „vor der man keine große Angst haben muss".

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