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Neuigkeiten 2017

Foto (aufgenommen von Annemarie Kammermeier): Chefärztin Dr. med. Claudia Schott (Mitte) mit den Vertretern der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Mallersdorf.

Alkohol und seine gesundheitlichen Auswirkungen

Chefärztin Dr. Claudia Schott informierte beim Treffen der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe

Ob das Glas Bier oder Wein am Abend nun eher gesund oder ungesund ist, darüber gehen die Meinungen oft auseinander. Um aus medizinischer Sicht die Grenzen zum Gesundheitsschädlichen abzustecken und in Maßen tatsächlich genießen zu können, hatte die Schlaganfall-Selbsthilfegruppe diese Woche Chefärztin Dr. med. Claudia Schott von der Inneren Medizin und Gastroenterologie der Klinik Mallersdorf für einen Vortrag zum Gruppentreffen geladen.

"Pro Kopf trinken die Deutschen laut statistischem Bundesamt 2016 jährlich 11 Liter reinen Alkohol - vom Baby bis zum Greis gerechnet", stellte die Chefärztin eingangs fest. Der weltweite Durchschnitt liege bei 6,2 Litern, was Deutschland zum "Hochkonsumland" macht.

Am meisten werde in Deutschland in der Altersstufe der 45 bis 65jährigen getrunken. Man spricht dann vom riskanten Alkoholkonsum, der bei Frauen mehr als 10 g Reinalkohol entspricht, bei Männern mehr als 20 g. In diesem Alter nähert sich sogar der Alkoholkonsum der Frauen dem der Männer an.

Geht der Konsum in die Abhängigkeit über, kostet einen dies durchschnittlich 20 Lebensjahre.
"Alkohol ist ein Zellgift, das viele Organe vom Hirn über Herz bis zur Leber zerstört", warnte Dr. Schott. Schäden im Gehirn entstehen zum Beispiel indirekt, indem sich Risiken für Schlaganfall erhöhen durch Bluthochdruck oder Vorhofflimmern.

Auch direkt auf das Gehirn wirkt sich Alkohol aus in Form von verschiedenen Demenzarten. Der "Arbeitsspeicher" des Gehirns, der sogenannte Hippocampus, schrumpft beispielsweise nachweislich durch jahrzehntelangen Alkoholkonsum - und zwar auch bei gesellschaftlich akzeptierten Mengen.

Lediglich das Trinken ganz geringer Alkoholmengen, wie ein Viertelliter Bier oder ein Achtelliter Wein, reduziert das Schlaganfallrisiko. Bei Überschreiten steigt das Schlaganfallrisiko jedoch sprunghaft um acht bis vierzehn Prozent an.

Damit Alkohol nicht krank macht und die Lebenserwartung und das Wohlbefinden insgesamt steigen, empfahl die Gastroenterologin neben dem Konsum nur geringer Mengen Alkohol zusätzlich auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung, den Abbau von Übergewicht und sportliche Aktivität.

Der Leiter der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Hans Inkoferer bedankte sich im Namen der Veranstalter bei der Referentin mit einem Blumenstrauß.