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Neuigkeiten 2016

(von links): Dr. Hans Jürgen Schneider, Dr. Helga Schulte, Elke Mehr, Marijke van der Vlies, Dr. Josef Bauer, Dr. Herbert Wollner und Dr. Axel Selchert

Das Herz leistet mehr als jede Maschine

Körperliche und seelische Stressfaktoren Thema beim Herztag in Schierling

Zahlreiche interessierte Zuhörer konnte Dr. Josef Bauer als Moderator am Donnerstagabend zum Herzseminar im RKT-Wohnpark Schierling begrüßen. Seit 1999 beteiligen sich die Klinik Mallersdorf und Praxen der Region gemeinsam mit der Deutschen Herzstiftung an den deutschlandweiten Herzwochen. „Das Herz leistet Immenses und steht unter permanentem Stress", gab Dr. Bauer zu bedenken, „das leistet keine Maschine." Rund 200 Mio. Liter Blut pumpt das nur faustgroße Organ im Laufe eines Menschenlebens durch den Körper.

„So viele Zuhörer sind eine Bestätigung, dass sich das Engagement zum Herztag lohnt", freute sich die ehrenamtliche Repräsentantin der Deutschen Herzstiftung Elke Mehr. Sie stellte die  größte Organisation von Patienten für Patienten vor. Diese kommt dem Bedürfnis der Menschen entgegen, bewusst mit ihrer Erkrankung umzugehen, sich zu informieren und Forschungsprojekte zu unterstützen.

Auch Dr. Axel Selchert vom MVZ Schierling dankte den Mitwirkenden und Zuhörern für ihr Engagement, auf das die behandelnden Ärzte angewiesen sind.

Lebensjahre durch Prävention dazugewinnen

Über kardiovaskuläre Risiken informierte der Internist und Kardiologe Dr. Hans Jürgen Schneider aus Mallersdorf-Pfaffenberg. Zu den Faktoren, die Herzinfarkt und Schlaganfall schon früher und in stärker ausgeprägter Form entstehen lassen, gehören Übergewicht, nächtliche Atemaussetzer bei der obstruktiven Schlafapnoe, Nikotinkonsum und Diabetes mellitus. Dr. Schneider gab praktische Tipps zur richtigen Blutdruckmessung und zum Umgang mit Diabetes, stellte die Atemmaske gegen Schlafapnoe vor und betonte, dass es „nie zu spät ist, um mit dem Rauchen aufzuhören". Man gewinne dabei Jahre an Lebenszeit dazu.

Körper und Seele im Lot

„Trotz Stress - wie bleiben Körper und Seele im Lot?" Dieser Frage ging Dr. Helga Schulte nach. Sie ist Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie mit Praxissitz in Abensberg und an der Klinik Mallersdorf. Als ersten Schritt sollte man Hilfe annehmen lernen. Eine gute Einstellung sich selbst gegenüber, sich nicht zu überfordern und Stresssituationen durch Planung und mentale Vorbereitung zu entschärfen nehme ebenfalls eine große Last hinweg. Dr. Schulte riet: „Fragen Sie sich immer wieder bewusst: Wie schlimm ist die ärgerliche Situation wirklich und was kann ich selbst dagegen tun?" Beim Schlaf sei nicht die Dauer sondern die Intensität der Tiefschlafphasen für echte Erholung wichtig. Bewegung in der Natur, Entspannungsübungen, Musik, Tanzen, gute Sozialkontakte und Haustiere tragen ebenfalls zur Stressreduktion bei.

Einfache und praktische Atem- und Entspannungsübungen machte die Diplom-Sozialpädagogin und AOK-Referentin für Stressbewältigung Marijke van der Vlies mit dem Publikum. Die Techniken lassen sich gut in den Alltag als Ritual integrieren, am besten an einem ungestörten Platz für sich allein oder vor dem Schlafengehen. Entsprechende Musik und Anleitung dazu sind im Buchhandel erhältlich.

Aktuelle Erkenntnisse zum Cholesterin

Den Bogen zurück zu den körperlichen Risikofaktoren schlug abschließend Chefarzt Dr. Herbert Wollner, Internist, Kardiologe, Hypertensiologe und Kardiovaskuläre Präventivmediziner DGPR an der Klinik Mallersdorf. Große Verunsicherung herrsche beim Risikofaktor Cholesterin, welches noch vielfach als Kavaliersdelikt, ja sogar als „Cholesterin-Lüge" gehandelt wird. Anhand aktueller und unabhängiger Forschungsergebnisse untermauerte Dr. Wollner den hohen Nutzen der Cholesterinsenkung. Diese reduziert nachweislich Gefäßverschlüsse durch einreißende Ablagerungen und damit Herzinfarkte und Schlaganfälle. „Bei Patienten mit bekannten Gefäßerkrankungen wie koronarer Herzkrankheit, Herzinfarkt, Stent, Bypass-OP, Verkalkungen der Hals- und Beingefäße ist eine Senkung des schlechten LDL-Cholesterins auf Werte unter 70 mg/dl wünschenswert", erklärte Dr. Wollner. „Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass bei diesem Wert die Erkrankung häufig gestoppt werden kann. Selbst eine Rückbildung der Gefäßablagerungen wurde bei diesem Wert beschrieben." Bei Herzinfarkten und Schlaganfällen in der nahen Verwandtschaft sei eine Kontrolle auch schon in jungen Jahren wichtig. Maßnahmen zur Stabilisierung der Gefäßablagerungen seien in begrenztem Maße die Lebensstilumstellung mit gesunder Ernährung und Bewegung, bei stärkeren Entgleisungen die medikamentöse Therapie und stetige Verlaufskontrolle.

Zum Abschluss nutzten zahlreiche Teilnehmer die Gelegenheit für weiterführende Fragen an die Referenten und informierten sich mit großem Interesse am Stand der Herzstiftung, wo Elke Mehr die neuesten Themenhefte zur Verfügung stellte.

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