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Neue Erkenntnisse aus der Gelenkversorgung

Unfallchirurg Thomas Beer hält erstes Symposium als Chefarzt

Am Mittwoch, den 9. März hat die Klinik Mallersdorf zum Antrittssymposium von Chefarzt Thomas Beer ins Schlosshotel Neufahrn geladen. Der Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurg und Notfallmediziner leitet seit 1. November 2015 die Unfallchirurgie und widmete seine erste Ärztefortbildung als Chefarzt dem Thema Gelenkversorgung. Der urologische Chefarzt Dr. med. Tobias Lindenmeir begrüßte als Stellvertretender Ärztlicher Direktor der Klinik Mallersdorf das zahlreich erschienene Publikum und die weiteren Referenten PD Dr. med. Carsten Englert und Prof. Dr. med. Rupert Ketterl. „Häufig wird ja aus orthopädischer Laiensicht vermutet, dass zu viel operiert wird", stellte Dr. Lindenmeir fest. Er freute sich daher besonders, dass viele Ärzte aus der Allgemeinmedizin und aus anderen Fachbereichen den Blick über den Tellerrand in die Unfallchirurgie wagten, um sich über die neuesten Erkenntnisse auf dem Laufenden zu halten.

 

Aktuelles

Chefarzt Dr. med. Tobias Lindenmeir, Stellvertretender Ärztlicher Direktor der Klinik Mallersdorf, PD Dr. med. Carsten Englert, Prof. Dr. med. Rupert Ketterl und Chefarzt Thomas Beer.

Gelenkerhaltende Therapie bei Hüft- und Kniearthrose voll ausschöpfen

Chefarzt Thomas Beer dankte seinen langjährigen Weggefährten, die als Zuhörer und Referenten erschienen waren. Er verwies zunächst darauf, was beim Gelenkersatz hierzulande gut läuft: „Anders als in vielen anderen Ländern, wo man monatelang auf ein neues Gelenk warten muss, sind bei uns auch kurzfristig OP-Termine möglich. Das Niveau ist bei den OP-Zahlen inzwischen stabil und das bei hoher Qualität." Die Eingriffszahlen beim Prothesenwechsel werde in absehbarer Zeit jedoch noch weiter ansteigen aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung der Patienten und der nach wie vor begrenzten Haltbarkeit der Kunstgelenke „Nach 15 Jahren sind noch 90 Prozent der Hüft- und Knieprothesen erhalten", erklärte Beer, „Man muss also ehrlich sein, wenn man Gelenkersatz anbietet, denn es gibt auch Beschwerden und Unzufriedenheiten, besonders beim Kniegelenk." Wichtig seien daher die konservative Therapie, die vorher voll ausgeschöpft werden müsse, sowie die individuelle Indikationsstellung für den Gelenkersatz nach Eignung und Risikofaktoren. Anhand von Studienergebnissen stellte Beer die Wirksamkeit verschiedener konservativer Therapien vor. „Ein Leben mit Arthrose ist möglich", stellte er zusammenfassend fest. „Vorraussetzung sind Disziplin bei der Physiotherapie, Wissen um die gut wirksamen Salben fürs Knie und Steroidinjektionen und keine Scheu vor nützlichen Hilfsmitteln wie Orthesen und Gehstock. Doch auch wenn der Gelenkersatz einmal nötig wird, muss man davor heutzutage keine Angst haben."

Nicht operierte Schulterinstabilität schädigt Gelenk

Als zweiten Referenten kündigte Dr. Lindenmeir Privatdozent Dr. med. Carsten Englert an. Der Schulter- und Ellenbogenspezialist der Artos Gemeinschaftspraxis Regensburg operiert auch an der Klinik Mallersdorf. PD Dr. Englert erläuterte anhand seiner neuesten biomechanischen Untersuchungen den Gelenkverschleiß nach Riss der Rotatorenmanschette. Die aus dem Lot geratenen Kräfte auf die Gelenkpfanne sorgen unbehandelt für immer weitere Schäden und Schmerzen, weshalb Instabilitäten der Schulter stets chirurgisch versorgt werden sollten.

Neue Wege in der Bruchversorgung am Schultergelenk

Chefarzt Beers einstiger Vorgesetzter und Mentor aus dem Klinikum Traunstein, Prof. Dr. med. Rupert Ketterl, informierte abschließend über die erfreulichen Studienergebnisse im Bereich der Bruchversorgung am Schultergelenkkopf. Während stabile Brüche konservativ mit Ruhigstellung und funktioneller Nachbehandlung therapiert werden können, seien instabile Brüche mit Platten- und Schraubenimplantaten zu versorgen. Neuartige Implantate haben inzwischen das Komplikationsrisiko und die Auslockerungsrate vermindert. Über einen minimal invasiven Zugang werden sie schonend eingesetzt und verbessern insbesondere das Befinden und die Beweglichkeit unmittelbar nach der OP.