Kreiskliniken Bogen Mallersdorf
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Klinikstipendium

Förderprogramm der Kreiskliniken Bogen-Mallersdorf für ärztliche Nachwuchskräfte

Im Rahmen des Förderprogramms "Klinikstipendium" unterstützen die Kreiskliniken Bogen-Mallersdorf junge Menschen ab dem Beginn ihres Studiums der Humanmedizin intensiv fachlich und finanziell.

Viele Medizinstudenten beklagen die hohen Studienkosten, die unentgeltlichen Praktika und das teure Studentenleben an sich. Daher bieten ihnen die Kreiskliniken Bogen-Mallersdorf während des Studiums ein lukratives Stipendium an.

Die Förderung beträgt monatlich 300,- bis 400,- Euro bei einer Förderungsdauer von zwölf Semestern im Regelfall. Zudem erhalten die ausgewählten Studenten eine intensive Betreuung und Unterstützung durch einen persönlichen Mentor.

Gerne können auch das vorgeschriebene Pflegepraktikum und die Famulatur in den Kreiskliniken Bogen-Mallersdorf absolviert werden. Es besteht auch die Möglichkeit, außerhalb der vorgeschriebenen Praktika verschiedene Funktionsbereiche und Einrichtungen der Kliniken kennen zu lernen, wie beispielsweise medizinische Fachabteilungen, Funktionsdienste mit OP, Zentrale Patientenaufnahme oder Verwaltung mit Medizincontrolling und Personal.

Ferner wird den Studierenden eine Anstellung nach Studienabschluss zugesichert. Als Gegenleistung verpflichtet sich der Stipendiat im Anschluss an sein Studium für drei Jahre bei den Kreiskliniken Bogen-Mallersdorf zu arbeiten.

Ziele des Förderprogramms

Ziel der Kreiskliniken Bogen-Mallersdorf ist die dauerhafte Sicherung der Patientenversorgung in der Region auf hohem medizinischem Standard. In den letzten Jahren konnte jedoch ein zunehmender Ärztemangel verzeichnet werden.

Die Kreiskliniken Bogen-Mallersdorf sehen es auch als ihre soziale Aufgabe, sich an der Förderung und Ausbildung von Abiturienten zu engagieren. Das Förderprogramm Klinikstipendium soll daher vor allem regionale Studierende und Abiturienten ansprechen. Grundsätzlich sind jedoch Studierende aller Universitäten willkommen, die sich eine anschließende ärztliche Tätigkeit an einer unserer Kliniken vorstellen können.

Neben der praxisnahen Begleitung während des Studiums, ist für Medizinstudenten auch ein gesicherter Arbeitsplatz in einem innovativen Klinikverbund von großem Vorteil.

Die Leistungen des Förderprogramms Klinikstipendium auf einen Blick

  • 1. bis 5. Semester: monatlich 300,- Euro
  • 6. bis 12. Semester: monatlich 400,- Euro
  • Förderungsdauer in der Regel von zwölf Semestern
  • intensive Betreuung und Unterstützung durch einen erfahrenen Arzt als persönlichen Mentor
  • Nach Wunsch können das vorgeschriebene Pflegepraktikum und die Famulatur bei den Kreiskliniken
    absolviert werden
  • Nach Wunsch besteht die Möglichkeit, alle Funktionsbereiche und Einrichtungen der Kreiskliniken
    kennen zu lernen (z. B. medizinische Fachabteilungen, Funktionsdienste mit OP, Zentrale Patientenaufnahme, Verwaltung mit Medizincontrolling, Personal)
  • Stipendiaten/innen erhalten die Möglichkeit während der Semesterferien bei der Kreiskliniken gegen Entgelt zu arbeiten
  • Festanstellung als Assistenzarzt nach Studienabschluss in der Klinik Bogen oder in der Klinik
    Mallersdorf

Ihre Bewerbung

Fragen oder Ihre Bewerbung mit den vollständigen Unterlagen (Anschreiben mit Darlegung der Zukunftsvorstellungen, kurzer Lebenslauf unter Berücksichtigung der sozialen Verhältnisse, Zeugnisse) richten Sie bitte an den Vorstand und die Anschrift der Klinik Ihrer Wahl:

Robert Betz, Vorstand Kreiskliniken Bogen-Mallersdorf,

Klinik Bogen · Mussinanstraße 8 · 94327 Bogen · Tel. 09422 822-563

Klinik Mallersdorf · Krankenhausstraße 6 · 84066 Mallersdorf-Pfaffenberg · Tel. 08772 981-399

Das sagen unsere Stipendiaten

Radioreportage über unseren Klinikstipendiat Philipp B.

Deutschlandradio Kultur begleitete einen Stipendiaten einen Tag lang an der Klinik Mallersdorf.

Ausstrahlungstermin: Mittwoch, 21. März 2012 im Rahmen der Sendung „Ortszeit".

Interview mit Klinikstipendiat Michael Masyk

Wie es der ersten Generation von Klinikstipendiaten seit der Unterzeichnung des Stipendienvertrages in Studium und Praxis ergangen ist, berichtet stellvertretend aus erster Hand Michael Masyk. Er stammt aus Bogen und studierte zum Zeitpunkt des Interviews 2012 im 7. Semester Medizin.

Michael, was hat Dich 2011 dazu bewogen, Dich für das Klinikstipendium zu bewerben?

Es gab mehrere Beweggründe, mich für das Stipendium zu bewerben. Neben der zusätzlichen finanziellen Unterstützung, die einem das Studium sicherlich erleichtert, war auch die Tatsache, dass ich schon seit längerem im Haus tätig bin und mich jeder dort kennt, ein wichtiger Grund. Außerdem, da ich meinen Wohnsitz momentan in Riga habe, ist es sehr angenehm bei meinen Eltern in Bogen zu wohnen, während ich im Sommer im Krankenhaus tätig bin.

Wie hast Du Dich bei der Zusage für das Klinikstipendium gefühlt und wie geht es Dir heute nach einem Jahr Medizinstudium als „Klinikstipendiat"?

Natürlich habe ich mich sehr gefreut, als ich die Nachricht bekommen habe. Jeden Monat die Unterstützung zu bekommen, mit der Möglichkeit, jederzeit ein bezahltes Praktikum zu machen und zusätzlich noch die Sicherheit von einer Assistentenstelle nach dem Studium sind tolle Möglichkeiten, die sich mir da bieten. Als Stipendiat fühlt man sich bestätigt in der Sache, die man macht, und sicherer. Das Studium hat mir auch schon vor dem Stipendium unglaublich gut gefallen, aber es motiviert einen noch mehr, wenn man als junger Mensch Unterstützung von Seiten seines zukünftigen Arbeitgebers erfährt.

Hattest Du trotz des straffen Studienplans bereits Gelegenheit, selbst Praxiserfahrung an der Klinik zu sammeln?

Da ich gut zehn Monate im Jahr in Riga bin, um dort zu studieren, ist das größte Hindernis im Krankenhaus zu arbeiten nicht so sehr der straffe Studienplan sondern die Distanz. Aber jedes Mal, wenn ich in Deutschland bin, also meistens 2 Monate in den Sommerferien, arbeite ich im Krankenhaus. Dieses Jahr war ich im OP als Assistenz tätig und konnte tiefe Einblicke in meinen späteren Beruf gewinnen und viele Erfahrungen sammeln. Die Jahre davor war ich unter anderem auf der Station tätig und im Pflegedienst eingeteilt. Ich habe so gut wie überall reingeschnuppert: im Labor, im Röntgen, etc.. Wenn ich in Riga bin, verbringe ich zusätzlich viel Zeit im Universitätsklinikum, da das Studium nach dem Physikum sehr praxisorientiert aufgebaut ist.

Was bedeutet die monatliche finanzielle Unterstützung konkret für Deinen Studienalltag?

Die Unterstützung hilft mir sehr, da das Leben in Riga relativ teuer ist. So habe ich die Möglichkeit mich 100% auf das Studium zu konzentrieren und muss nicht neben dem Studium arbeiten.

Würdest Du das Klinikstipendium auch Studienanfängern bzw. Mitstudenten weiterempfehlen, die Bedenken haben, an einer kleineren Klinik ihr praktisches Training zu absolvieren?

Bereits geschehen. Ich denke, es ist eine gute Möglichkeit für junge Leute sich auf das Studium zu konzentrieren und den Kontakt zur örtlichen Ärzteschaft als Mentoren zu halten bzw. zu bekommen.

Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg im Studium.

Interview mit der ersten, als Assistenzärztin übernommenen Klinikstipendiatin Marissa S.

Marissa S. war die erste Klinikstipendiatin, die zum 1. Januar 2015 an der Klinik Mallersdorf eine Assistenzarztstelle angetreten hat. Diese war ihr im Rahmen des Stipendiums bei erfolgreichem Studienabschluss zugesichert worden. In Zeiten des Fachkräftemangels im medizinischen Bereich, ganz speziell auf dem Land, trägt dieser neue Weg der Personalgewinnung nun erste Früchte, die direkt den Patienten der Region zu Gute kommen.

Frau S., herzlichen Glückwunsch zur Approbation als Ärztin. Der strenge Numerus Clausus für das Medizinstudium lässt ja sehr hohe Ansprüche vermuten. Wie haben Sie es rückblickend empfunden?

Vielen Dank! Vor allem die ersten beiden Jahre des Medizinstudiums, die die naturwissenschaftlichen Grundlagen behandeln, sind tatsächlich sehr lernintensiv und anstrengend. Das liegt auch daran, dass der Stoff noch nicht unmittelbar mit der medizinischen Tätigkeit zu tun hat. Da hilft leider nur Pauken. In den letzten Semestern und auch im zweiten Staatsexamen fällt es wesentlich leichter zu lernen, weil alles in Fälle eingebunden ist und man immer einen Patienten dazu im Hinterkopf hat, anhand dessen man sich die ganzen Details merken kann.

Wie kam es damals dazu, dass Sie sich um das Klinikstipendium beworben haben?

Herr Dr. Wollner hat damals gemeinsam mit einigen Allgemeinmedizinern einen Vortrag an der Uni gehalten, der mich sehr beeindruckt hat. In einer Famulatur an der Klinik Mallersdorf hat mich dann vor allem die Stimmung am Haus angezogen. Da ich gerne Hausärztin werden möchte, wollte ich auch eher an einem kleineren Haus beginnen, das mehr an der Grundversorgung der Patienten teilhat als eine riesige Uniklinik, die hochspezialisiert ist, aber kaum Einblick in die weitverbreiteten Krankheitsbilder gewährt.

Was bedeutete die fachliche und finanzielle Unterstützung konkret für den Alltag im Medizinstudium?

Es ist natürlich extrem hilfreich, wenn man sich weniger Sorgen um seine finanzielle Situation machen muss. Mir hat es ermöglicht, dass ich kaum neben dem Studium arbeiten musste, was mir besonders im PJ, dem letzten Jahr, sehr geholfen hat. Dadurch kann man sich viel mehr auf Lernen und Famulaturen stürzen, hat den Kopf frei und hat natürlich auch mehr Zeit. Außerdem war es in der letzten Zeit vor dem Examen ein sehr gutes Gefühl zu wissen, dass ich meine Traumstelle schon sicher habe und mich während des Lernens nicht mit Bewerbungen und Bewerbungsgesprächen herumärgern musste.

Hatten Sie trotz des straffen Studienplans Möglichkeiten, die Klinik Mallersdorf im Rahmen des Stipendiums näher kennen zu lernen und welche Eindrücke und Erfahrungen haben Sie daraus mitgenommen?

Das Klinikstipendium wurde aus der Taufe gehoben, als ich schon relativ weit im Studium vorangeschritten war. Deshalb konnte ich, im Gegensatz zu den anderen Klinikstipendiaten, die vom ersten Semester an Teil des Programms sind, leider außerhalb der ersten Famulatur kein Praktikum mehr in der Klinik Mallersdorf machen, da ich andere Fachbereiche abdecken musste. Aber in dieser kurzen Zeit haben mir das Klima und der freundliche Umgang miteinander und mit den Patienten sehr gefallen. Auch wie vielseitig und hochkompetent in der Klinik gearbeitet wird und welch großes Spektrum sie abdeckt, hat mir imponiert.

Was erwarten Sie von Ihrer neuen Stelle als Assistenzärztin in der Inneren Medizin an der Klinik Mallersdorf?

Ich bin zwar etwas nervös, aber freue mich schon sehr darauf, das in den letzten sechs Jahren Gelernte endlich in die Praxis einzubringen. Ich freue mich auf einen menschlichen Umgang und viele verschiedene Patienten und Krankheitsbilder, die man so vielleicht noch nicht gesehen hat und die auch anders sind als in den Lehrbüchern steht. Mein Stipendium nützt mir sicherlich in der Hinsicht weiter, da ich mich ein bisschen in der Klinik auskenne, den Chefarzt schon kenne und weiß, dass alle dort zusammenarbeiten, um die Patienten optimal zu betreuen.