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„Der Blutdruck sagt, dass ihr heute brav wart“

Kindergarten Hunderdorf erkundet die Klinik Bogen - fröhliches Gummibärchen-Endoskopieren und Verbände anlegen

„Enemene kunterbunt, Du wirst jetzt ganz schnell gesund!" - Jemanden gesundhexen wie bei Bibi Blocksberg geht ohne Zauberkräfte zwar nicht, aber dafür hat ein Krankenhaus jede Menge anderer Tricks und Hilfsmittel auf Lager, um Kranke und Verletzte zu heilen. Diese haben 30 Kinder des Kindergartens Hunderdorf vorige Woche bei ihrem Besuch an der Klinik Bogen erkundet. Durch die Klinik führten Christina Holmer von der Chirurgischen Ambulanz und Elisabeth Landinger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit - „so etwas Ähnliches wie die rasende Reporterin Carla Columna bei Bibi Blocksberg", erklärte diese auf Nachfrage der Kinder, was das denn sei. Statt einem Hexenkopftuch gab es OP-Hauben, mit denen die muntere Truppe sämtliche Blicke der Patienten, Besucher und Mitarbeiter auf sich zog.

An der Rezeption empfing Roswitha Biechl die Kinder. Sie erklärte ihren Aufgabenbereich und den Sinn der Patientenarmbänder, die jeder bei der Aufnahme angelegt bekommt. An diesen erkennt das Personal eindeutig, wer welcher Patient ist - sogar, wenn einmal zufällig zwei denselben Namen haben.
Die Sanka-Auffahrt und der Hubschrauberlandeplatz wurden mit großem Interesse begutachtet, ebenso ein Patientenzimmer, dessen gesamte Ausstattung die Kinder unter die Lupe nahmen.

In der Endoskopie erfuhren sie von Chefarzt Dr. Mathias Grohmann, wie das Essen durch den Körper wandert und daraus vieles gewonnen wird, was man zum Wachsen und Leben braucht. Die auf dem Weg liegenden Verdauungsorgane lernten die Kinder dabei ebenfalls kennen. Wie versehentlich Verschlucktes mit einem Magenspiegelungsgerät wieder herausgeholt werden kann, führte Dr. Grohmann mit dem Team der Endoskopie am Stoffaffen vor. Selbst Hand anlegen konnten die Kinder, um dem Stoffpatienten vorher eine Beruhigungsspritze zu verpassen. Gebannt verfolgten sie am Monitor die Kamerafahrt durch die Speiseröhre bis in den Magen. Dort waren auch gleich die Übeltäter für die Magenverstimmung gefunden: zahlreiche Gummibärchen, die sich jedoch endoskopisch gut bergen ließen. Ganz Mutige trauten sich sogar, die winzige Zange am Endoskop selbst zu bedienen.

Neben den Gummibärchen gab es für die Kinder auch noch Verbände zu ergattern, die sie sich in der Chirurgischen Ambulanz unter fachkundiger Anleitung gegenseitig anlegten. Weil das nicht reichte, bekamen auch noch die erwachsenen Begleiterinnen Verbände verpasst.

So verarztet ging es weiter durchs Haus: in die Röntgenabteilung und ins EKG. Dort stellte sich eine Erzieherin als Versuchspatientin zum Blutdruckmessen zur Verfügung. „Jetzt kommt raus, ob ihr sie heute schon stark aufgeregt habt", erklärte Heidi Altweck von der EKG- und Röntgenabteilung den Kindern, musste aber feststellen, dass der Blutdruck normal und alle offenbar brav gewesen sind.

Zur Belohnung dafür gab es abschließend eine Brotzeit im Klinikspeisesaal.