Kreisklinik Bogen
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    „menschlich und kompetent“

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Neuigkeiten 2016

Förderverein Klinik Bogen - Jahreshauptversammlung 2016

Jahreshauptversammlung des Fördervereins

„Klinik Bogen fit für die Zukunft machen" - Strategien und neuen Chefarzt vorgestellt

Die Jahreshauptversammlung des Vereins der Freunde und Förderer der Klinik Bogen e. V. hat am vergangenen Mittwochabend im Speisesaal der Klinik Bogen stattgefunden. Als erster Vorsitzender begrüßte Wilhelm Lindinger die Anwesenden und führte in die Themen des Abends ein - allen voran die Entwicklungsperspektiven für die Klinik Bogen.

Neuer Chefarzt für gynäkologische Hauptabteilung vorgestellt

Klinikleiter Walerich Schätz hieß als Gast in der Runde den neuen Chefarzt MUDr. Miroslav Verner willkommen (Anm.: MUDr. ist der tschechische Grad eines Doktors der Medizin). Zum 1. Mai wird der hochqualifizierte Prager Spezialist für Frauenheilkunde die kürzlich genehmigte gynäkologische Hauptabteilung an der Klinik Bogen in Betrieb nehmen (separater Bericht folgt). Auch wenn damit keine Wiederaufnahme der Geburtshilfe verbunden ist, bestehe laut Klinikleiter Anlass zur Freude darüber, „dass die Gynäkologie an der Klinik Bogen wieder auf feste Beine gestellt wird in einer Zeit, in der es schwierig ist, qualifizierte Ärzte zu finden". Über intensive Kontakte konnte der menschlich wie fachlich hervorragend geeignete Gynäkologe für die Klinik gewonnen werden, der in enger Zusammenarbeit mit den Belegärzten am Haus die gynäkologische Versorgung am Standort weiterentwickeln wird. Mit seiner aus der Musikbranche bekannten Frau Marta und der knapp dreijährigen Tochter ist der 38jährige vor wenigen Tagen auf dem Bogener Schlossberg heimisch geworden und wünscht sich und der Klinik Bogen „eine gute Zukunft."

Vereinsziele weiterverfolgt

Nach diesen Zukunftsplänen gab Wilhelm Lindinger mit seinem Bericht einen Abriss über die Ereignisse im Verein seit der letzten Jahreshauptversammlung. In Dankbarkeit und Verbundenheit blickte er zurück auf den Tod zweier geschätzter Fördervereinsmitglieder. Dem Gründungsvorsitzenden Friedrich Sauckel und Josef Hecht, ebenfalls seit 1987 Mitglied beim Verein, widmeten die Freunde und Förderer eine Gedenkminute. Die Ziele und Aufgaben des Fördervereins habe der Verein laut Lindinger konsequent weitergeführt, insbesondere die ideelle und materielle Förderung der Klinik Bogen als menschliches und kompetentes Haus. Dank Unterstützung des Vereins konnte die inzwischen 100. Bogenbergfortbildung gefeiert werden. Eine weitere moderne und individuell vom Patienten regulierbare Schmerzpumpe wurde finanziert, das Bild „Unterwasserwelten" für den Eingangsbereich angeschafft sowie ein Weihwasserkessel für die Kapelle. Beim Infotag der Klinik Bogen im vergangenen Herbst war der Förderverein mit einem Stand präsent und rührte auch die Werbetrommel für die Gesundheitsabende im Kulturforum Oberalteich mit ärztlichen Referenten der Klinik Bogen.

Themenschwerpunkt Zukunftsperspektiven

Josef Laumer, dankte „als Landrat und damit erster Förderer der Klinik" dem Förderverein für die großartige Arbeit und das Engagement. „Die Klinik Bogen hat gutes Personal, auf das wir gerade in dieser schwierigen Phase für kleinere Krankenhäuser zählen und das wir in diesem Bestreben nach Kräften unterstützen werden."

Um mit den nötigen Hintergrundinformationen konstruktiv darüber zu diskutieren, „wie wir die Klinik Bogen wieder fit machen für die Zukunft", hatte Wilhelm Lindinger als Gastreferenten Robert Betz geladen, den Vorstand der Kreiskliniken Bogen-Mallersdorf, sowie den Ärztlichen Direktor, Chefarzt Dr. med. Dionys Daller. Robert Betz, der das Amt seit 1.8.2015 innehat, hob hervor, dass an der Klinik Bogen in den vergangenen Jahren viel aus eigenen Mitteln geschaffen wurde. Die Hauptabteilungen seien personell und gerätetechnisch gut aufgestellt, die Belegabteilungen und Kooperationen ebenfalls hochkarätig besetzt mit überregional renommierten Experten. Den gestiegenen OP-Zahlen habe man konsequenterweise mit einer anästhesiologischen Doppelspitze Rechnung getragen. Dass die Leistungssteigerungen und gute Auslastung sich seit 2012 nicht mehr wie bisher in Form von Gewinnen niederschlagen, sei in hohem Maße dem Vergütungssystem geschuldet, das die Hauptleistungen der Klinik kontinuierlich abgewertet hat. Versprechungen des Gesetzgebers für Zugeständnisse an die Krankenhäuser seien in der Realität teilweise „reine Luftnummern" gewesen wie z.B. die in 2016 nicht wirksam werdende Tarifausgleichsquote in Höhe von 50% für Tarifabschlüsse über der Veränderungsrate. Chancen für die Klinik Bogen liegen laut Betz in bestehenden und neuen Kooperationen, ihrer Mitgliedschaft in Einkaufspools für gute Beschaffungspreise, aber vor allem auch im guten Personal, dessen Zusammenhalt, Geduld und Mitwirkungsbereitschaft. „Es ist für uns gut und wichtig, zu wissen, dass der Träger hinter uns steht, und dass wir dank des Fördervereins Multiplikatoren haben, deren Engagement monetär nicht bewertbar ist", fasste Betz zusammen.

„Spektrum für ein Haus dieser Größe nicht selbstverständlich"

Beispiele für konkurrenzfähige und zukunftsfähige Versorgungsstandards an der Klinik Bogen, die „für ein Haus dieser Größenordnung nicht selbstverständlich sind", nannte Dr. Dionys Daller, darunter die gut ausgestattete Notaufnahme mit 14 telemetrisch vernetzten Monitorbetten, sämtliche Möglichkeiten der Beatmung, Blutwäsche und Kühlung auf der Intensivstation. Dass hierzu jeweils die entsprechende Expertise am Haus zur Verfügung steht, sei ebenfalls nicht selbstverständlich. Als Lehrkrankenhaus der Universität Regensburg, deren Aufnahmekriterien als die strengsten hierzulande gelten, habe die Klinik Bogen aus den Studierenden im Praktischen Jahr „top ausgebildete und lokal bereits verwurzelte Assistenzärzte gewonnen, wovon letztlich auch die Patientenversorgung profitiert", so der Ärztliche Direktor.

Kommunikation der Vergütungsungerechtigkeit auf Bundesebene

„Ärzte und Pflege sind nicht schuld an Defiziten in derzeitiger Höhe", fasste er zusammen und forderte: „Wenn schon über rote Zahlen diskutiert wird, sollten auch im selben Atemzug die Verantwortlichen in der Bundespolitik genannt werden." Die Herausforderung sei, das Problem der ungerechten Vergütung auf Bundesebene zu kommunizieren. Hierfür warb Dr. Daller um die Unterstützung durch die Lokalpolitik. Wilhelm Lindinger dankte den Referenten für die aktuelle Information über diese wichtigen Themen und beschloss die Veranstaltung mit dem Aufruf, die aufgezeigten Perspektiven auch von Seiten des Fördervereins zu unterstützen.