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Neue Art des Pflegeunterrichts direkt an der Klinik Bogen

Erste Klinik der Region setzt Konzept für klinischen Unterricht um - vier Wochenstunden Theorie und Praxis für Pflegeazubis in Kleingruppen

Neuigkeiten 2021

Bild (aufgenommen von Theresa Schütz): von links: Hygienefachkraft Maren Förster mit drei Auszubildenden der Klinik Bogen, Sabrina Menges, Alexander Krafft und Nicole Lettner beim allerersten klinischen Unterricht, beginnend mit dem Händehygienetraining unter der Schwarzlicht-Kontrolllampe.

Dass neben dem theoretischen Unterricht an den Berufsfachschulen für Pflege auch ein praktischer Ausbildungsteil an einer Klinik absolviert wird, ist nichts Ungewöhnliches. Neu ist jedoch ab dieser Woche Dienstag, den 15. Juni, dass an der Klinik Bogen als erster Klinik der Region im Rahmen der neuen generalistischen Kranken- und Altenpflegeausbildung auch eine wöchentliche theoretische und praktische Unterrichtseinheit vor Ort stattfindet. Dieser sogenannte „klinische Unterricht" richtet sich an die Auszubildenden zum Pflegefachmann (m/w/d) und Pflegefachhelfer (m/w/d). Das Konzept hierfür wurde von der regionalen Praxisanleiterin Tanja Mahnken an der Klinik Bogen erstellt und eingeführt. Umgesetzt wird es von engagierten Praxisanleitern aus verschiedenen Stationen sowie weiteren Fachkräften, beispielsweise aus der Hygiene, Endoskopie oder OP.

Von den „Basics" bis hin zum Legen von Nadeln und Magensonden

Während es für die neuen Kurse ab September 2021 erst einmal mit einfacheren Übungen wie Betten beziehen, Prophylaxen und Blutdruck messen losgeht, haben die Azubis im zweiten Lehrjahr zum derzeitigen Projektstart bereits recht Anspruchsvolles auf dem Lehrplan stehen:

In Kleingruppen von fünf Personen lernen die angehenden Pflegefachkräfte das korrekte Ein- und Ausschleusen in und aus dem OP, Instrumentenkunde, Verbandswechsel, Entlassmanagement, in der Endoskopie die Assistenz beim Legen einer PEG-Magensonde (perkutane endoskopische Gastrostomie), Kinästhetik (gesundheitsschonende Pflegehandgriffe) und Kriterien für die Intensivpflege. Selbst Hand anlegen dürfen sie bei der gegenseitigen Blutabnahme und dem Legen von Nadeln. „Los geht es aber mit den absoluten Basics", schildert Praxisanleiterin Tanja Mahnken. „Grundlagentraining wie Händehygiene ist eine absolut notwendige Voraussetzung für alles Weitere, was unsere Auszubildenden bei uns lernen. Und das ist eine ganze Menge. Zu stemmen ist ein solches Unterrichtskonzept nur dank unserer zahlreichen engagierten Praxisanleiter und Fachkräfte aus den verschiedenen Bereichen."

Volle Konzentration abseits vom Stationsbetrieb

Pro Woche sind für den klinischen Unterricht volle vier Stunden vorgesehen, davon zwei Stunden reines Üben, ungestört, weg vom Stationsbetrieb und daher voll konzentriert auf das, was vermittelt werden soll. Hierauf legen Tanja Mahnken und ihr Team besonderen Wert. Das Konzept ist für alle Auszubildenden einheitlich, wird aber ab September aufgeteilt auf die Kurse im ersten und zweiten Lehrjahr, sowie darüber hinaus immer wieder überarbeitet und auf den neuesten Stand der Wissenschaft gebracht.