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OP-Tag mit Chefarzt Dr. Christian Mauerer

Impressionen von einer Schilddrüsen-OP in der Viszeralchirurgie der Klinik Bogen

Allgemein-, Viszeral- und minimal invasive Chirurgie

Foto (aufgenommen von Elisabeth Landinger): Chefarzt Dr. med. Christian Mauerer (li.) und Leitende Ärztin Dr. med. Dagmar Hilz (Mitte) bei einer Schilddrüsenoperation an der Klinik Bogen.

Wenn Chefarzt Dr. med. Christian Mauerer in der Viszeralchirurgie der Klinik Bogen seinen OP-Tag antritt, stehen in der Regel bis zu sechs Eingriffe auf dem Programm. Heute beginnt er mit einer Schilddrüsenoperation, die er gemeinsam mit der Leitenden Ärztin Dr. med. Dagmar Hilz durchführen wird. Der Patient ist umfassend voruntersucht, war im Vorfeld in der Viszeralchirurgischen Praxis MINAVIS zum OP-Vorgespräch vorstellig und wurde von den Anästhesisten über seine Narkose aufgeklärt. Der Eingriff selbst beginnt gleich früh morgens im OP-Saal 3, wo das OP- und Anästhesieteam alle Vorbereitungen getroffen hat. Die Luft ist angenehm kühl klimatisiert, auch im Spätsommer. „Die Abläufe für diesen gut planbaren Eingriff sind hoch standardisiert", schildert Dr. Mauerer. Die Stimmung ist daher unaufgeregt und jeder weiß, was zu tun ist. Dennoch erfolgt wie vor jedem Eingriff das sogenannte Team-Timeout, die letzte Sicherheitsstufe, die ein Operationsteam vor einem Eingriff beachten muss. Der Patient wird nochmals identifiziert, die Besonderheiten des Patienten und des Eingriffes kurz besprochen, der Eingriffsort wiederholt und bestätigt. Für optimale Sicht legt Dr. Mauerer eine Kopfhalterung mit eigener Lichtquelle an.

Über einen vergleichsweise kleinen Hautschnitt arbeitet sich der Operateur erstaunlich weit durch die vor der Schilddrüse liegenden Gewebsstrukturen in den Hals hinein, um das Organ aufwändig und vollständig frei zu präparieren. „Um den Zugang mit weiteren Haken offen zu halten bräuchte man eigentlich noch eine dritte Person am Tisch, aber wir haben stattdessen einen flexibel einstellbaren metallischen Haltearm im Einsatz", erklärt Dr. Mauerer. Die Fachkrankenschwester für Operationspflege am Instrumententisch scheint Gedanken lesen zu können und reicht die zahlreichen unterschiedlichen Geräte und Instrumente im fliegenden Wechsel an, oft noch bevor der Operateur deren Bezeichnung vollständig ausgesprochen hat. Alles, was verwendet wird, wird vorher und nachher von mehreren Augenpaaren abgezählt, damit nichts im Patienten verbleibt. Die Geräuschkulisse im OP besteht währenddessen aus unterschiedlichen Signaltönen: ein leises Geräusch ertönt vom Ultraschallskalpell, das immer wieder unter Strom gesetzt wird, um mit Hitze Gefäße zu versiegeln, so dass kein Blut fließt. Ein hölzernes Klopfen erzeugt hingegen der Stimmbandnerv im Neuromonitoring. Damit wird seine Funktionsfähigkeit immer wieder geprüft, um ihn im OP-Verlauf zu schonen. Rund anderthalb Stunden verbringt Dr. Mauerer hochkonzentriert über das OP-Feld gebeugt, nur unterbrochen von einem Seitenwechsel. Als die Schilddrüse letztlich zutage tritt, erstaunt es den nicht fachkundigen Betrachter, wie klein diese ist - sowohl im Verhältnis zu den Beschwerden, die sie verursachen kann, als auch zu dem großen Aufwand, mit dem sie aus ihrer sensiblen Position in Nervennähe herausgelöst wurde. Dennoch wird der Patient nicht viel mehr als leichte Halsschmerzen nach der OP verspüren und nach zwei bis drei Tagen Klinikaufenthalt wieder nach Hause gehen können.

INFOBOX Viszeralchirurgisches MVZ MINAVIS Bogen
Die viszeralchirurgische Praxis MINAVIS ist ein MVZ der Kreiskliniken Bogen-Mallersdorf im FachArztZentrum Bogen gegenüber der Klinik Bogen. Die Praxis-Klinik-Kombination mit vier Fachärzten für Viszeralchirurgie ist die einzige dieser Art in der Region. Als Besonderheit bietet sie kurzfristige Termine bei akuten und länger bestehenden viszeralchirurgischen und proktologischen Problemen und der Möglichkeit der zeitnahen Behandlung im Krankenhaus. Neben viszeralchirurgischen Operationen werden auch viele proktologische Operationen durchgeführt.