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Pflegeausbildung „eine gute Erfahrung, die einem keiner mehr nehmen kann“

Zwei Quereinsteigerinnen über ihre Ausbildung zur Pflegefachfrau an der Klinik Bogen

Karriere

Die Auszubildenden Melita Sennebogen (l.) und Julia Geiger mit einem EGK-Gerät in der Interdisziplinären Notaufnahme der Klinik Bogen (Foto: Elisabeth Landinger).

Julia Geiger, 23, und Melita Sennebogen, 38, absolvieren derzeit im 1. Lehrjahr ihre Ausbildung zur Pflegefachfrau an der Klinik Bogen. Hier sind sie aktuell in der Interdisziplinären Notaufnahme eingesetzt sind, einem Bereich, „in dem wir am liebsten bleiben würden", wie sie mit sichtlicher Begeisterung berichten. Beide sind Quereinsteigerinnen, die trotz unterschiedlicher beruflicher und familiärer Lebenswege doch noch an einen Ausbildungsplatz für ihren Traumberuf gelangt sind: Julia nach einer für sie nicht erfüllenden Bürotätigkeit, Melita nach dem Abitur, der Kindererziehung und einer Altenpflegetätigkeit.

„Manche Patienten würden einen am liebsten mit nach Hause nehmen"

Der Einstieg in die Ausbildung zur Pflegefachfrau ist beiden vergleichsweise leichtgefallen, denn hier fanden sie nicht nur einen stark praxisbezogenen Ausbildungsablauf, sondern auch den zuvor vermissten Umgang mit Menschen und Zusammenarbeit im Team. „Im Büro nur am PC und Telefon zu sitzen, das war einfach nicht meins", blickt Julia zurück. „Menschen helfen zu können, das liegt mir einfach", stellt auch Melita fest.

„Viele sind völlig hilflos und sehr froh und dankbar für jede Unterstützung. Am Schluss die Patienten wieder gesund nach Hause entlassen zu können, das ist das Schönste am Beruf." Melita berichtet lachend, dass infolge der guten Pflege und persönlichen Zuwendung manchen „der Abschied so schwerfällt, dass sie einen am liebsten mit nach Hause nehmen würden."

Reanimationen gehören dazu

Aber auch ernste Situationen gehören zum Pflegeberuf. Nach ihren schwierigsten Momenten gefragt, kommen die beiden Auszubildenden wider Erwarten gar nicht als erstes auf die Pandemie zu sprechen. „Ich habe im ersten Jahr eine Reanimation miterlebt", berichtet Julia. „das musste ich erst mal verarbeiten, aber es wird noch oft vorkommen, so dass man lernt damit umzugehen." Melita pflichtet ihr bei: „Gerade in der Notaufnahme wird man Reanimationen noch öfters erleben, das gehört mit dazu."

Sicher unterwegs und viel gelernt im Covid-Bereich

Bei ihren Einsätzen im Covid-Bereich der Notaufnahme mit voller Schutzausrüstung haben Julia und Melita ebenfalls Wichtiges gelernt. „Man lernt den hygienischen Umgang mit der persönlichen Schutzausrüstung und mit den Coronapatienten. Dadurch fühlt man sich sicher", schildert Melita und fügt hinzu: „Es ist eine gute Erfahrung, die einem keiner nehmen kann." Julia stimmt ihr zu: „Das haben Auszubildende vor uns so nicht erlebt. Es prägt einen und wir werden das nie vergessen."

Zusammenhalt durch Geben und Nehmen

Was die Auszubildenden in ihrem praktischen Ausbildungsteil am meisten schätzen, ist der Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft im Team. „Man sollte aber schon Flexibilität mitbringen, die Bereitschaft für Schichtarbeit und für andere einzuspringen", nennt Julia als Voraussetzungen für den Beruf. „Aber es ist ein Geben und Nehmen", beschreibt Melita, denn aus dem Zusammenhalt schöpfen sie auch viel Kraft. „Es muss einem natürlich auch liegen und es kann nicht jeder", schränkt Julia ein. Daher empfehlen die Auszubildenden allen Interessierten, vorher ein mindestens ein- bis zweiwöchiges Praktikum zu machen, was heutzutage auch schon in der Schulzeit möglich ist.

Ausbildung Pflegefachmann/Pflegefachfrau (m/w/d)

Nach der neuen Ausbildungsordnung sind drei Pflegeberufe in einer dreijährigen Ausbildung vereint: die Gesundheits- und Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege. Die Auszubildenden durchlaufen verschiedene Stationen im Krankenhaus und haben überdies Einsätze unter anderem im Altenheim, im ambulanten Pflegedienst, in der Pädiatrie und in der Geriatrie. Die Wissensvermittlung erfolgt im blockweisen Unterricht an der Berufsfachschule, jedoch überwiegt das praxisorientierte Lernen unter fachlicher Anleitung direkt im Ausbildungsbetrieb. Im dritten Lehrjahr ist eine Spezialisierung auf Schwerpunkte möglich, zum Beispiel akute Pflege im Krankenhaus.

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