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Unfallchirurgie

Chefarzt Dr. med. Raimund Bauer (r.) mit Leitendem Oberarzt Igor Abramski bei der Sichtung von Röntgenbildern eines Hüftgelenks mit Knochenbruch.

Sport mit künstlichem Gelenk

Chefarzt Dr. Raimund Bauer empfiehlt den goldenen Mittelweg

Ein häufiger Grund, sich für einen Gelenkersatz an Hüfte, Knie oder Schulter zu entscheiden, ist der Wunsch, sich endlich wieder bewegen zu können, um insgesamt körperlich fit zu bleiben. Der Unsicherheit, welche Sportart und -intensität mit künstlichem Gelenk noch machbar ist und was mehr schadet als nützt, begegnet Chefarzt Dr. med. Raimund Bauer von der Unfallchirurgie und Endoprothetik der Klinik Bogen mit individueller Aufklärung und Beratung. Einige allgemein gültige Erfahrungswerte gibt es jedoch, die der Chirurg, Unfallchirurg und Notfallmediziner im Folgenden näher erläutert.

Herr Dr. Bauer, gibt es Sportarten, die Sie Endoprothesenträgern guten Gewissens empfehlen können?

Problemlos möglich sind Sportarten wie Nordic-Walking, Radfahren und Schwimmsport.
Wenn ein Patient vorher gut Ski fahren konnte, sollte dies auch im Schonbetrieb weiterhin möglich sein. Bei sogenannten Zick-Zack-Sportarten wie Tennis empfiehlt sich dann eher im Doppel zu spielen ohne übertriebenen Ehrgeiz, um jeden Ball erreichen zu wollen.

Von welchen Sportarten würden Sie Patienten mit künstlichem Hüft-, Knie- oder Schultergelenk eher abraten und warum?

Bei Kontaktsportarten mit Gegnern, wie zum Beispiel Fußball, muss ich vehement abraten, da diese Sportarten bereits für Gesunde ein hohes Verletzungsrisiko mit sich bringen.

Was sind typische Alarmsignale, dass etwas mit der Gelenkprothese nicht stimmt?

Hellhörig muss man werden bei Schmerzen, Schwellung, Rötung und Überwärmung. Insbesondere sind ungewohnte Gelenkgeräusche wir Reiben oder Klappern Alarmsignale.

Bei welchen Verletzungsarten wird die operative Behandlung komplizierter als die Erstimplantation?

Aufwändiger wird es bei Lockerungen von Gelenkprothesen, beispielsweise infolge einer periprothetischen Fraktur, also dem Bruch eines Knochens, in dem das Implantat verankert ist. Dann erfordert der Wiederholungseingriff zwangsläufig wesentlich mehr Anstrengung, um das Implantat belastungsstabil zu fixieren. So sind bei einer Hüft-Totalendoprothese an der Pfanne häufig zusätzliche Schrauben erforderlich, am langen Röhrenknochen zur Verankerung längere Stiele.

Welche Möglichkeiten gibt es, auch bei mehrfachen Prothesenwechseln mit jeweils starkem Knochenverlust, wieder ein stabiles und doch bewegliches Gelenk herzustellen?

Bei zunehmendem Knochenverlust gibt es die Möglichkeit mit Unterlegscheiben, zum Beispiel aus einem Titangittergewebe am Schienbeinkopf wieder eine belastbare Auflage herzustellen. Zudem kann ein längerer Stiel im Knochenrohr für sicherere Kraftübertragung sorgen, sowohl zementfrei als auch zementiert. Bei Verlust der Oberschenkelgelenkrollen am Knie können diese durch eine sogenannte Oberschenkelteilersatzprothese ersetzt werden, dann mit einem Scharniergelenk.