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Neuigkeiten 2018

Übung im neuen Nicht-Trauma-Schockraum der Klinik Mallersdorf mit (von links) Uwe Müller, Leiter der Rettungswache Mallersdorf, Leitendem Arzt Johannes Kriele, Chefärztin Dr. Claudia Schott, Ärztlichem Direktor Chefarzt Dr. Albert Blümel, Anästhesie und Intensivmedizin, Assistenzärztin Rumyana Bogdanow, Intensivstationsleitung Christina Eder, Gesundheits- und Krankenpflegerin Nathalie Prager-Ast und Anästhesistin Cornelia Pfeiffer.

„Alle Augen und Hände nutzen“

Neuer Nicht-Trauma-Schockraum zur Versorgung kritisch Kranker

„Alle anwesenden Augen, Sinne und Hände nutzen": darum geht es im neuen Nicht-Trauma-Schockraum (NT-Schockraum) der Klinik Mallersdorf laut Leitendem Arzt Johannes Kriele von der Zentralen Patienten-Aufnahme. Als Ergänzung zum bestehenden chirurgischen Schockraum geht dieser am Montag, den 5. November um 8 Uhr in Betrieb. „Man könnte ihn auch ‚internistischen Schockraum' nennen, allerdings werden hier eben auch zum Beispiel allgemeinchirurgische Patienten in kritischem Zustand interdisziplinär behandelt", erklärt Kriele. „Künftig versorgen wir hier Patienten in potenziell akut lebensbedrohlichem Zustand, die verschiedenen Fachrichtungen angehören. Schwerverletzte werden hingegen wie bisher im chirurgischen Schockraum behandelt." Oftmals wird es sich im NT-Schockraum um Patienten mit „akutem Bauch" handeln, prognostiziert Dr. Claudia Schott, Chefärztin der Inneren Medizin, Gastroenterologie und Rheumatologie. „Ursache können alle Arten von Entzündungszuständen sein, eine entzündete oder geplatzte Gallenblase, Darmverschluss, Durchblutungsstörungen, Hohlorgandurchbrüche oder auch Vergiftungen". Je nachdem, wie die Erstuntersuchung ausfällt, erfolgt die Weiterbehandlung in den Fachabteilungen Allgemeinchirurgie, Gastroenterologie, Kardiologie oder Urologie.

Übung mit dem Rettungsdienst

Die ersten Maßnahmen zur Stabilisierung und Diagnostik an der Klinik finden nun im neuen NT-Schockraum zentral und interdisziplinär statt, wofür einige Abläufe und Strukturen angepasst wurden. Vergangenen Donnerstag führte Johannes Kriele daher den ganzen Tag hindurch vor Ort Übungen mit Ärzten, Pflegepersonal und mit Unterstützung des Rettungsdienstes durch. In simulierten Szenarien mit einer Dummy-Puppe spielten die Beteiligten die Abläufe nach, beginnend mit der telefonischen Schockraumanmeldung durch die Rettungsleitstelle. Der NT-Schockraum befindet sich im Bereich der Zentralen Patienten-Aufnahme im Erdgeschoß. Hier kommen die Rettungskräfte mit dem Patienten an, werden in Empfang genommen und zum NT-Schockraum geleitet. „Wir haben hier nun viele Beteiligte vor Ort und damit auch viele Ressourcen, die wir für eine schnelle Versorgung nutzen können", stellt Leitender Arzt Kriele fest. Der koordinierenden Ärztin bei der Übung rät er daher: „Delegieren Sie Aufgaben, die bereits erledigt werden können, während Sie noch mit einer Maßnahme beschäftigt sind." Es wird ein spezielles mehrstufiges Schema abgearbeitet, das als Standard zur Versorgung kritisch Kranker gilt. Zum Einsatz kommt dabei auch die Ausstattung des NT-Schockraums, darunter ein großer Patientenmonitor, ein Defibrillator mit Schrittmacherfunktion, ein Beatmungsgerät, sechs Perfusoren (Spritzenpumpen), Absaugtechnik, ein Ultraschallgerät, EKG sowie zwei Wägen mit Medikamenten und weiterem Material zur Notfallversorgung.

Team-Time-Out verschafft Überblick

„Wichtig ist eine klare Kommunikation, bei der alle Messwerte und Änderungen an den Teamkoordinator rückgemeldet werden, damit letztlich alle Teammitglieder auf demselben Informationsstand sind", betont Kriele und weist auch darauf hin, alle wichtigen Informationen an der Wandtafel zu dokumentieren. Nach 15 Minuten erfolgt ein sogenanntes Team-Time-Out, also ein bewusstes Innehalten zur kurzen Lagebesprechung. Zum Ende der Übung empfiehlt der Leitende Arzt, alle Augen und Sinne nochmals zu nutzen, damit keine Information oder ein bereits erhobener Befund verloren geht. Krieles Dank geht abschließend an alle Beteiligten, insbesondere Uwe Müller vom BRK, für das engagierte Mitwirken bei der Übung, das eine weitere gute Zusammenarbeit bei Notfällen aller Art erwarten lässt.