Kreisklinik Mallersdorf
  • 170 Jahre Klinik Mallersdorf

    „Willkommen in Ihrer Klinik mit Tradition und Zukunft“

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    „menschlich und kompetent“

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Unfallchirurgie

Oberarzt Wolfgang Ruhland (l.) und Leitender Oberarzt Dr. Roland Koch, Unfallchirurgie Klinik Mallersdorf, mit einer Röntgenaufnahme von einer speziellen Hüftprothese für Hochbetagte, die starke Bewegungseinschränkungen und Vorerkrankungen haben (Foto: Elisabeth Landinger).

Altergerechte Chirurgie

Besondere Erfahrung, Konzepte und persönliche Betreuung auch für betagte Patienten

Die Klinik Mallersdorf verfügt aufgrund der Altersstruktur ihrer Patienten über besondere Erfahrung in der Versorgung betagter und hochbetagter Patienten. Über 80jährige machen etwa 26 Prozent aller Patienten des Hauses aus. Deren vielfältige gesundheitliche Einschränkungen bis hin zu schweren Verletzungen werden von einem Team aus Chirurgen, Anästhesisten, Internisten, Pflegekräften und Physiotherapeuten versorgt. Als wohnortnahe Versorgungseinrichtung legt die Klinik Mallersdorf Wert auf persönliche Patientenzuwendung, individuell abgestimmte Therapien und Besucherfreundlichkeit für Angehörige. Spezielle und schonende Operationsverfahren helfen, die Patienten schnell wieder auf die Beine zu bringen. Um eine komplikationsbehaftete längere Bettlägerigkeit zu vermeiden, ist eine schnelle Operation und die sofortige Wiederherstellung der Gehfähigkeit wichtig. Spezielle Anästhesieverfahren schonen das Gehirn, so dass die Gedächtnisleistung und Orientierung für eine weiterhin eigenständige Alltagsbewältigung erhalten bleiben. Die Physiotherapie und Pflege unterstützen die Patienten dabei. Der Sozialdienst kümmert sich um die Organisation der Rehabilitation und Kurzzeitpflege.

Der Oberschenkelhals: die „Achillesferse" im Alter

Am Beispiel des Oberschenkelhalsbruchs lassen sich die Versorgungsmöglichkeiten der Klinik Mallersdorf speziell für ältere Patienten veranschaulichen. Der Oberschenkelhals wird in fortgeschrittenen Alter mit abnehmender Knochenmasse immer mehr zu einer natürlichen Schwachstelle zwischen Oberschenkelkopf und Röhrenknochen. Schon bei scheinbar banalen Stürzen ohne große Krafteinwirkung kann der Schenkelhals brechen. Die Unfall- und Gelenkchirurgie der Klinik Mallersdorf unter der Leitung von Chefarzt Thomas Beer verfügt über das gesamte Spektrum an modernen Versorgungsmöglichkeiten. Diese kommen insbesondere in der kalten Jahreszeit vermehrt zum Einsatz, wenn zu den ganzjährigen Stolperfallen im häuslichen Umfeld auch noch winterliche Glätte vor der Haustüre hinzukommt.

Künstliche Hüfte bei schlecht durchblutetem Gelenkkopf

Ein Knochenbruch am Schenkelhals ist nicht nur äußerst schmerzhaft, sondern nimmt dem Bein sogleich seine Tragfähigkeit für die Last des Körpers. Anders als früher muss eine Schenkelhalsfraktur heute jedoch kein Grund mehr für lebenslange Bettlägerigkeit sein – mit all ihren lebensbedrohlichen Folgeschäden. Je nachdem ob und wie stark die Knochenfragmente verschoben sind, kann das Bein mit gelenkerhaltenden oder -ersetzenden OP-Verfahren behandelt werden. „Bei ausreichend durchblutetem Oberschenkelkopf kann dieser manchmal erhalten und der Bruch mit Spezialimplantaten mit Tragschraube im Schenkelhals stabilisiert werden", berichtet Chefarzt Beer aus seiner langjährigen Erfahrung in der Schwerverletztenversorgung. „Besonders in höherem Alter reicht aber die Durchblutung meist nicht für ein sogenanntes kopferhaltendes Verfahren aus und ein künstliches Gelenk, eine Endoprothese, wird erforderlich."

Therapieziele: Mobilität und eigenständige Alltagsbewältigung

Bei Gelenkersatzoperationen wird an der Klinik Mallersdorf ein ganzes Maßnahmenbündel für schnelle Genesung individuell auf den Patienten abgestimmt, um Komplikationen zu minimieren und den OP-Erfolg abzusichern. Von diesem hängt insbesondere beim Schenkelhalsbruch viel ab. Ausführliche Aufklärung, schonende Narkose-, Schmerztherapie- und Operationsverfahren bis hin zur frühfunktionellen Mobilisierung des Patienten beeinflussen den OP-Erfolg positiv. Bewegung ist laut Chefarzt Beer Bewegung das A und O für eine baldige Genesung. „Moderne Implantatmaterialien zur Bruchstabilisierung werden möglichst muskelschonend eingebracht und machen den Oberschenkelhals umgehend wieder tragfähig", schildert er. „Daher können wir noch am OP-Tag mit der Mobilisierung beginnen. Auch im weiteren stationären Klinikaufenthalt werden die Patienten aktiv zum Aufstehen ermutigt statt mit Verboten belegt." Enge fachliche und terminliche Absprachen der Klinik mit den weiterbehandelnden Rehaeinrichtungen sorgen für eine möglichst nahtlose Anschlussheilbehandlung – ebenfalls ein wichtiger Faktor für eine verzögerungsfreie und vollständige Genesung.