Kreisklinik Mallersdorf
  • Klinik Mallersdorf

    „menschlich und kompetent“

    Klinik Mallersdorf
  • Klinik Mallersdorf

    „menschlich und kompetent“

    Klinik Mallersdorf
  • Herzlich willkommen!

    „Sehen Sie sich bei uns um!“

    Herzlich willkommen!
  • Patientenzufriedenheit

    „Befragungsergebnisse 2017“

    Patientenzufriedenheit
Neuigkeiten 2018

Stellvertretende Ortsbäuerin Rosi Gregor (l.) und Irmgard Hien, Ortsbäuerin der Landfrauen Hirschling-Frauenhofen (r.), bedanken sich bei Chefarzt Dr. med. Gunnar Krawczak mit einem Blumenstrauß für seinen Vortrag.

Befreit lachen - Blase unter Kontrolle

Chefarzt Dr. med. Gunnar Krawczak informiert über Harninkontinenz

Beim Treffen der Landfrauen Hirschling-Frauenhofen am Samstagnachmittag hat Chefarzt Dr. med. Gunnar Krawczak von der Urologischen Abteilung der Klinik Mallersdorf die über 50 Versammelten über die Erkennungs- und Behandlungsmöglichkeiten von Harninkontinenz informiert. Seine Abteilung hat sich hierauf mit entsprechender Fachkompetenz, Ausstattung und Patientenservice spezialisiert. Dafür hat die Deutschen Kontinenz Gesellschaft e. V. Dr. Krawczak als Beratungsstelle zertifiziert.

Kein hinzunehmendes Einzelschicksal

Der Urologe erklärte, warum bei Frauen und Männern die Ursachen einer Harninkontinenz anatomisch bedingt sehr unterschiedlich sind. Zwar treffe es Männer seltener, doch der Leidensdruck sei bei beiden Geschlechtern gleichermaßen einschränkend für die Lebensqualität.

Angesichts der sechs bis acht Millionen Mitbetroffenen deutschlandweit müssen sich Frauen keineswegs mit ihrem Problem allein fühlen. Ein offenes Gespräch mit dem Urologen lohne sich laut Dr. Krawczak, denn für die weibliche Harninkontinenz verfüge die Urologie heutzutage über ausgezeichnete Erkennungs- und Behandlungsmöglichkeiten.

Leidensdruck dramatisch, nicht Arztbesuch

Zur Feststellung von Art und Grad der Harninkontinenz diene die ausführliche Befragung zur Krankheitsvorgeschichte, die Urin- und Restharnuntersuchung, der Bauchultraschall, gegebenenfalls Funktionsuntersuchungen, Harnblasenspiegelung, Röntgen und Blasendruckmessung. Die Angst davor sei unbegründet, zumal sämtliche Untersuchungen vom erfahrenen Urologen schmerzfrei durchführbar sind. Handelt es sich um eine Belastungsinkontinenz, so reichen die Schweregrade vom Harnabgang nur bei abrupten Bewegungen bis hin zum Urinverlust selbst ohne Belastung im entspannten Liegen.

Hilfe für den Beckenboden

Gründe hierfür kann eine schwangerschafts- oder altersbedingte Beckenbodenschwäche sein. Auch chronischer Husten, Verstopfung, schweres Heben, Übergewicht, Diabetes, und Bluthochdruck kommen als Ursachen infrage. Je nach Krankheitsfortschritt helfen Beckenbodengymnastik, Blasentraining, Hilfsmittel zur Kontinenzverbesserung oder Medikamente. Zudem besteht die Möglichkeit, in einer minimal invasiven Operation ein Spezialband unter der Harnröhre zu deren Entlastung zu implantieren - ein Verfahren, das an der Klinik Mallersdorf mit jahrelanger Erfahrung und großem Erfolg praktiziert wird. Vorteile sind die unmittelbar nach der OP wiederhergestellte Kontinenz, der lediglich zwei bis drei Tage kurze Krankenhausaufenthalt und die sehr gute dauerhafte Verträglichkeit des Spezialgewebes.

Wirksame Medikamente gegen den Drang

Die Dranginkontinenz äußert sich durch häufigen und teils überfallartigen Harndrang mit ungewolltem Harnabgang. Blasenentzündungen, eine Reizblase, eine Abflussstörung oder neurologische Erkrankungen können diesem Leiden zugrunde liegen. Für die Therapie der Dranginkontinenz stellte Dr. Krawczak eine breite Palette gut verträglicher Medikamente vor. In besonders schweren Fällen von plötzlichem und häufigem Harndrang gebe es auch einen Wirkstoff, der im Rahmen eines kurzen Narkoseeingriffs direkt in die Blasenwandmuskulatur einspritzbar ist.

Mit dem Appell, sich als Betroffene möglichst frühzeitig einem Urologen anzuvertrauen, um nicht unnötig viel wertvolle Lebenszeit und -qualität zu verschenken, beschloss Dr. Krawczak seinen Vortrag. Anschließend stand er noch Rede und Antwort zu zahlreichen konkreten Fragestellungen aus dem Publikum, was die Brisanz und Bedeutung des Themas nochmals verdeutlichte.