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Neuigkeiten 2021

Chefarzt Dr. med. Tobias Lindenmeir (l.) und Chefarzt Dr. med. Gunnar Krawczak mit dem Röntgenbild eines Patienten, dessen Blasentumor dank frühzeitiger Reaktion blasenerhaltend entfernt werden konnte (Foto: Elisabeth Landinger).

Besuch beim Urologen kann viel Schlimmes verhindern

Was nicht auf die lange Bank geschoben werden sollte

Ein Patient ganz ohne Schmerzen, aber mit Blut im Urin, stellt sich trotz anfänglicher Bedenken wegen der Coronapandemie in der Urologischen Praxis an der Klinik Mallersdorf bei Dr. med. Gunnar Krawczak und Dr. med. Tobias Lindenmeir vor. Genau die richtige Entscheidung, wie sich herausstellt, denn es wird ein Blasentumor erkannt, operiert und die Harnblase kann erhalten werden. Es sind Momente wie diese, die nach Einschätzung der Mallersdorfer Urologen viel Leid ersparen und Schlimmes verhindern. Im ambulanten wie stationären Bereich, den Dr. Krawczak und Dr. Lindenmeir als Chefärzte leiten, spielen daher Hygiene, Infektionsschutz und Patientensicherheit bei gleichzeitig sichergestellter Versorgungslage eine zentrale Rolle.

Urologische Vorsorge

Prostatakrebsvorsorge: bei Männern ab dem 45. Lebensjahr einmal jährlich, bei familiären Vorbelastungen wie einer Erkrankung des Vaters oder Bruders ab 35 Jahren

Impfung gegen HPV (sexuell übertragbare humane Papillomviren, die Genitalwarzen und Gebärmutterhalskrebs auslösen können): laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren, seit Juni 2018 auch für alle Jungen in diesem Alter. Jugendliche, die bis zum Alter von 15 Jahren noch nicht gegen HPV geimpft worden sind, sollten die Impfung möglichst bald und noch vor dem 18. Geburtstag nachholen.

Vorsorge für jung und alt

„Vorsorge ist auch während der Coronapandemie dank des strikten Hygienekonzepts nicht nur möglich, sondern nach wie vor für alle sinnvoll und wichtig", betont Dr. Lindenmeir. Hierbei fällt insbesondere die Prostatakrebsvorsorge ins Fachgebiet der Urologie (s. Infobox). „Die Vorsorge für Jungen und junge Männer steckt leider im Gegensatz zur gynäkologischen Vorsorge noch in den Kinderschuhen", bedauert Dr. Lindenmeir. Dabei sollte die Impfung gegen HPV laut Dr. Krawczak und Dr. Lindenmeir geschlechtsunabhängig spätestens vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen.

 

Not-OPs rund um die Uhr, Tumoroperationen ohne Aufschub

„Von Blasenfunktionsstörungen über Nierensteine bis hin zu Tumorerkrankungen sollte nichts hinausgezögert werden", warnt Dr. Krawczak. „Es gibt gerade in der Urologie viel scheinbar Harmloses, das nicht auf die lange Bank geschoben werden darf." Für Notfalloperationen stehen an der Klinik Mallersdorf rund um die Uhr OP-Kapazitäten zur Verfügung, auch für die Urologie. Operationen beispielsweise bei Tumorpatienten werden termingerecht durchgeführt. Damit folgt man in Mallersdorf dem Ampelsystem der Urologischen Fachgesellschaft, die definiert, welche Eingriffe auf jeden Fall stattfinden müssen. Sollte doch einmal bei weniger dringlichen Eingriffen ein neuer Termin erforderlich sein, so findet dieser dennoch zeitnah statt. Dieses Vorgehen dient dem Patientenschutz, denn zum neuen Termin ist die für diese Behandlung optimale ärztliche und pflegerische Versorgung sichergestellt.

Gesamtes Praxispersonal mit Patientenkontakt gegen Corona geimpft

„Sicherer als beim Einkaufen" fühlen sich die Urologen in der Praxis und an der gesamten Klinik Mallersdorf. Bereits viele Wochen vor der neuen Verfügung zum Tragen von FFP2-Masken wurde dies an der Klinik umgesetzt und auch kontrolliert. Die hohe Impfbereitschaft im Haus trägt nicht nur zum Schutz des Personals, sondern auch der Patienten bei. Inzwischen hat das gesamte Praxispersonal mit Patientenkontakt die Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten und erfüllt damit das am 17.12. von der Ständigen Impfkommission (STIKO) veröffentlichte Kriterium, dass „Personal mit engem Kontakt zu vulnerablen Patientengruppen, insbesondere der Onkologie und der Transplantationsmedizin, mit höchster Priorität zu impfen" sei. „Es gibt keinen Grund, einen Termin in der Urologiepraxis aufzuschieben," fasst Dr. Lindenmeir zusammen. Ein halbes Jahr Abwarten wäre für den geschilderten Blasenkrebspatienten fatal gewesen, sind sich die Chefärzte einig.