Kreisklinik Mallersdorf
  • Klinik Mallersdorf

    „menschlich und kompetent“

    Klinik Mallersdorf
  • Klinik Mallersdorf

    „menschlich und kompetent“

    Klinik Mallersdorf
  • Herzlich willkommen!

    „Sehen Sie sich bei uns um!“

    Herzlich willkommen!
  • Patientenzufriedenheit

    „Befragungsergebnisse 2017“

    Patientenzufriedenheit
Neuigkeiten 2018

Chefärztin Annette Buchert und die 1. Vorsitzende des Frauenbunds Westen, Marianne Grasmüller.

Chirurgische Abhilfe gegen häufige Frauenleiden

Chefärztin Annette Buchert referiert beim Frauenbund Westen

Ob Krampfadern, Kropf, Verdauungsprobleme oder Tumoren - für vielfältige Erkrankungen, die Frauen in besonderer Weise betreffen, bietet die Allgemein- und Viszeralchirurgie inzwischen schonende Operationsmöglichkeiten mit kosmetisch ansprechenden Ergebnissen. Hierüber hat Chefärztin Annette Buchert am Mittwochabend mit einem Vortrag informiert, den sie auf Einladung des Frauenbunds Westen im Haus der Generationen gehalten hat. Buchert gab einen Überblick über das Leistungsspektrum des Hauses, die Zusammenarbeit mit der Klinik Bogen im Kommunalunternehmen Kreiskliniken Bogen-Mallersdorf sowie im bayernweiten Verbund Klinikkompetenz Bayern. Selbst komplexe Erkrankungen wie verschiedene Krebsarten oder schweres Übergewicht werden in Mallersdorf nach den aktuellsten Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften behandelt.

Als Nachweis der Behandlungsqualität nimmt die Klinik unter anderem an der Herniamed-Qualitätsstudie für Weichteilbruchoperationen teil und unterzieht sich externen Zertifizierungen, zum Beispiel durch das Westdeutsche Darm-Centrum für die Diagnostik und Therapie von Darmkrebs.

Kleiner Schnitt - große Wirkung

„Schmerzen verursacht bei Operationen hauptsächlich der Zugangsweg und gar nicht so sehr das, was im Körperinneren operiert wird", erklärte die Viszeralchirurgin. Daher wurde parallel zur Anästhesie und Schmerztherapie auch die Chirurgie weiterentwickelt, um die Zugänge zu minimieren. So sind beispielsweise Gallenblasen- und Dickdarmoperationen häufig sogar über nur noch einen einzigen Schnitt am Bauchnabel möglich dank des sogenannten Single-Port-Verfahrens. OP-Risiken konnten durch moderne Überwachungsmöglichkeiten ebenfalls deutlich gesenkt werden. Gegen Stimmverlust infolge einer Schilddrüsenoperation beuge man beispielsweise mit kontinuierlichem Monitoring der Stimmbandnerven während der OP vor.

Gallensteine: nur lästig oder gefährlich?

Die typische Risikogruppe für Gallensteinleiden fasste die Viszeralchirurgin mit der sogenannten 5-F-Regel zusammen: female, fair, fat, fourty, fertile - also weiblich, hellhäutig, übergewichtig, (über)vierzig und fruchtbar. Häufige Beschwerden seinen Übelkeit und Oberbauchschmerzen, insbesondere nach bestimmten Reizmahlzeiten oder Kaffeekonsum. "Bei Steinen kann sich die Gallenblase nicht mehr so gut zusammenziehen", erklärte Buchert. „Dadurch wird die Gallenblasenwand mechanisch irritiert und entzündet sich." In seltenen Fällen könne sich daraus auch eine Krebserkrankung entwickeln. Gallenkoliken, die viele Frauen schmerzhafter als eine Geburt empfinden, entstehen durch Steine, die Gallengänge verstopfen. "Ist der Hauptgang betroffen, droht Gelbsucht und eine lebensgefährliche Bauchspeicheldrüsenentzündung", warnte die Chefärztin. Zwar können Gallengangsteine auch ohne Operation endoskopisch entfernt werden. Danach werde meist dennoch eine operative Gallenblasenentfernung empfohlen, da sich häufig noch weitere Steine darin befinden und die Veranlagung zur Steinbildung bestehen bleibt.

Keine Schönheitsoperationen

Dass Operationen bei Krampfadern, Leisten- und Narbenbrüchen oder schwerem Übergewicht in erster Linie der Gesundheit dienen, erfuhren die Frauen anhand der anatomischen Erklärungen dazu. Damit auch das Ergebnis auch optisch ansprechend ist, arbeite die Chirurgie auch hier mit kleinstmöglichen Schnitten, bei Krampfadern auch mit Radiowellen. Neuartige, gut verträgliche Netzimplantate verschließen Bruchlücken der Bauchdecke naht- und spannungsfrei. Ganz ohne äußerlich sichtbare Narben können inzwischen proktologische Beschwerden wie Hämorrhoiden operativ behandelt werden.
Nach einer angeregten Frage- und Diskussionsrunde bedankte sich die Frauenbundvorsitzende Marianne Grasmüller im Namen der Anwesenden bei Annette Buchert mit einem kleinen Präsent für den Vortrag.