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Neuigkeiten 2016

Hans Inkoferer, Leiter der Schlaganfallselbsthilfegruppe, bedankt sich mit einem Blumenstrauß bei der Referentin Dr. Claudia Schott

Divertikel im Darm - wann wird's gefährlich?

Dr. Claudia Schott informiert bei der Schlaganfallselbsthilfegruppe Mallersdorf

60 Prozent der Bevölkerung über 70 Jahren hat Divertikel im Darm, also sackartige Ausstülpungen der Darmschleimhaut. Um darüber zu informieren, wann harmlose Divertikel gesundheitsgefährdend werden, war Dr. med. Claudia Schott der Einladung von Hans Inkoferer gefolgt und hat einen Vortrag beim Treffen der Mallersdorfer Schlaganfallselbsthilfegruppe im Klosterbräustüberl gehalten. Die Chefärztin der Inneren Medizin, Gastroenterologie und Rheumatologie an der Klinik Mallersdorf ist unter anderem spezialisiert auf die Erkennung und Behandlung von Erkrankungen des Verdauungstraktes. Die Divertikelkrankheit beschrieb sie als an sich keine bösartige, aber doch eine oftmals sehr lästige und schmerzhafte Erkrankung mit teils gefährlichen Komplikationen im Darm.

Anhand von Befunden veranschaulichte die Gastroenterologin die sackartigen Ausstülpungen der Darmschleimhaut. Sie bilden sich bevorzugt an Schwachstellen bei durchquerenden Gefäßen und überwiegend im linksseitigen Dickdarm. Druck im Darm weitet die Aussackungen immer stärker. An sich schlimm seien diese nicht, sofern sie keine Symptome verursachen. Gene aber auch Umweltfaktoren sind bei der Entstehung von Divertikel beteiligt, insbesondere Darmträgheit, Übergewicht und Alkoholgenuss. Durch Stuhlablagerungen im Divertikel, mechanische Reizung, dadurch Verletzung, bakteriellen Befall und Entzündung entsteht eine Abwärtsspirale. Charakteristisch sind je nach Krankheitsstadium Bauchschmerzen oder Druckgefühl, stärkere Beschwerden mit Fieber bis hin zu lebensbedrohlichen Komplikationen mit Blutungen, Darmverschluss, Darmdurchbruch und Bauchfellentzündung.

Generell sei bei starken akuten Bauchschmerzen oder Blutungen sofort der Hausarzt oder die Klinik aufzusuchen.

Die meisten Stadien der Divertikulitis lassen sich konservativ, also durch Nahrungseinschränkung und Antibiotikagabe bei deutlichen Entzündungszeichen behandeln. Schlimmstenfalls sei eine Notoperation erforderlich, wenn durch eine Entzündung der Darm durchbricht oder sich Abszesse bilden.

Ist bei komplizierter Divertikulitis eine operative Therapie erforderlich, so erfolgt diese in enger Zusammenarbeit aller beteiligten Fachbereiche, nach den neuesten Leitlinien und dem aktuellsten Stand der Wissenschaft. Entfernt werde in der Regel nur noch ein geringer Darmanteil in „Schlüssellochtechnik". Kommt es zu einer Divertikelblutung, so ist in 80 bis 90 Prozent der Fälle keine operative Maßnahme erforderlich, da diese von allein wieder aufhört.

Es gebe nach wie vor keine Pille gegen Divertikel, fasste Dr. Schott zusammen. Aber mit ballaststoffreicher Kost, einer geregelten Verdauung, regelmäßiger körperlicher Aktivität, der Erhaltung des Normalgewichtes und Arztbesuch bei chronischen Bauchschmerzen sei schon viel getan, um ernsthaften Komplikationen vorzubeugen. Insbesondere rief die Referentin bei abgeklungener Divertikulitis zur Nachsorge-Darmspieglung auf. Diese dient gleichzeitig als Vorsorge gegen andere Darmerkrankungen, wie zum Beispiel Darmkrebs.

Einladung zum Patientenseminar

Die Klinik Mallersdorf veranstaltet zum Thema "Wenn die Darmwand schwächelt - Divertikel im Fokus" ein Patientenseminar am Donnerstag, den 1. Dezember 2016 ab 17 Uhr mit folgendem Programm:

Demonstrationen in der Endoskopie-Abteilung (EG):

17.00-18.00 Uhr

Endoskopie-BesichtigungSimulation minimal invasiver Operationen

Vorträge im Speisesaal (1. UG):

18.00 Uhr: Divertikel im Darm - wann wird's gefährlich? Chefärztin Dr. med. Claudia Schott, Innere Medizin, Gastroenterologie, Rheumatologie

18.30 Uhr: Pause, kleiner Imbiss

18.40 Uhr: Divertikel-Entzündung - wann und wie wird operiert? Chefärztin Annette Buchert, Allgemein, Viszeral- und minimal invasive Chirurgie1 9.00 Uhr: Fragen und Diskussion

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