Kreisklinik Mallersdorf
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    „Herzkatheter und mehr...“

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Innere Medizin

Chefarzt Dr. med. Werner Schmid beim Punktieren (Foto: Elisabeth Landinger).

Einblick ins neue Herzkatheterlabor

Behandlungsmöglichkeiten und -abläufe an der Klinik Mallersdorf unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Werner Schmid

Mit dem neuen Herzkatheterlabor ist an der Klinik Mallersdorf im Juli dieses Jahres ein weiterer wichtiger Pfeiler der Patientenversorgung entstanden. Dieser erspart Betroffenen bis zu 30 Kilometer weite Anfahrten bzw. Verlegungen bei beispielsweise Koronarer Herzkrankheit (KHK), Erkrankungen der Herzklappen oder Herzmuskels. In der ersten Betriebswoche gewährte Chefarzt Dr. med. Werner Schmid einen Einblick ins Herzkatheterlabor. Die aufwändig umgebauten Räumlichkeiten erinnern ein wenig an einen OP-Saal mit moderner Technik, doch statt grüner Kacheln gibt es hell gestrichene Wände mit fliederfarbigem Schriftzug „HerzKatheterLabor" und aufgemaltem EKG. Im Kontrollraum nebenan reihen sich auf voller Breite Bildschirme nahtlos aneinander, deren Anzeigen ein kompetentes Assistenzteam zu interpretieren weiß.

Breites Spektrum

Alles ist installiert und bestens vorbereitet für Untersuchungen und Eingriffe am Herzen, die hier unter der Leitung des erfahrenen interventionellen Kardiologen Dr. Schmid stattfinden: Linksherzkatheter (arterielle Katheter), Rechtsherzkatheter (venöse oder „Einschwemmkatheter"), Röntgenuntersuchung der Herzkranzgefäße unter Kontrastmittelgabe (Koronarangiographie). Durch moderne invasive Untersuchungsverfahren wie intrakoronare Druckdrahtmessungen (FFR) kann die Aussagekraft der Untersuchung weiter gesteigert werden. Dadurch lassen sich nicht zwingend notwendige Stentimplantationen vermeiden. Verengte Gefäße können mit einem in die Arterie eingeführten Ballon (Ballondilatation) geweitet und mit implantierten Gefäßstützen (Stents) offengehalten werden. Die Untersuchung der Herzkammern und -klappen, Druckmessungen in den Herzkammern und Lungenschlagadern sowie Messung des vom Herzen gepumpten Blutvolumens gehören ebenfalls zum angebotenen Spektrum.
Separate Einschleusemöglichkeiten für Patienten und Personal, hohe Hygienestandards und Bildqualität erlauben im Herzkatheterlabor auch Schrittmacher-Implantationen von Ein- und Zwei-Kammer-Systemen sowie Implantationen von Ein- und Zweikammerdefibrillatoren.

Innere Medizin

Chefarzt Dr. med. Werner Schmid bei einem Herzkathetereingriff an der Klinik Mallersdorf (Foto: Elisabeth Landinger).

Ablauf von der Vorbereitung bis zur Entlassung

Vor Herzkatheteruntersuchungen erfolgt eine umfassende Patientenaufklärung, Befragung zu Begleiterkrankungen, körperliche Untersuchung und ggf. Umstellung oder Absetzung von Medikamenten. Im Herzkatheterlabor selbst ist es nach emsiger Betriebsamkeit zur Vorbereitung des Eingriffs angenehm still - beruhigend für die Patienten, konzentrationsfördernd für das Team. „Jetzt bitte tief einatmen", fordert Chefarzt Dr. med. Werner Schmid die Patientin auf. Diese ist während des gesamten Vorgangs bei Bewusstsein und ansprechbar, obgleich es sich um eine „kleine Operation" handelt, einen minimal invasiven Eingriff am Herzen mit Zugang über Arterien am Handgelenk, der Leiste oder der Ellenbeuge. Möglich ist dies, da das Vorschieben des Katheters, eines filigranen Schlauchs, zum Herzen schmerzfrei ist. Die Einstichstelle an der Leiste, Ellenbeuge oder am Handgelenk wurde vorab desinfiziert und örtlich betäubt. Ein mögliches leichtes Drücken, Ziehen oder Brennen bei bestimmten Arbeitsschritten kündigt der Kardiologe vorsorglich an. Das aufmerksame Assistenzteam hat alle Vitalwerte im Blick und sorgt mit Infusionen und im benachbarten Kontrollraum für einen schmerz- und komplikationsfreien Ablauf. Der Röntgenbogen schwingt um den Brustkorb und liefert auf das riesige Display gestochen scharfe Bewegtbilder vom schlagenden Herzen aus unterschiedlichen Perspektiven. Kritische Gefäßengstellen erkennt Dr. Schmid mit geschultem Blick und moderner Messtechnik, wählt den geeigneten Druck zum Aufdehnen und die passende Stentgröße zum Offenhalten. Regelmäßige Rückfragen nach ihrem Befinden beantwortet die Patientin mit „alles bestens" und meint zum Schluss „Ich habe schon viel Schlimmeres erlebt." Wegen der Stentimplantationen bleiben die Patienten einmal über Nacht zur Überwachung und für die ersten Nachsorgemaßnahmen. Bei rein diagnostischen Herzkatheteruntersuchungen ohne Begleiterkrankungen wäre eine Entlassung noch am selben Tag möglich.