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Geduld haben bei Plastischen Operationen nach Gewichtsverlust

Vortrag von Dr. Angelika Schleicher bei der Adipositas Selbsthilfegruppe Mallersdorf

Beim Treffen der Adipositas Selbsthilfegruppe am vergangenen Montagabend an der Klinik Mallersdorf hat Dr. Angelika Schleicher aus Regensburg über Plastische Operationen nach Erreichen des Wunschgewichts informiert. Chefärztin Annette Buchert blickte zurück auf die vergangenen neun Jahre Adipositastherapie an der Klinik Mallersdorf. Die Viszeralchirurgin hat diese am Haus etabliert und Experten verschiedenster Fachrichtungen miteinander vernetzt für eine ganzheitliche Behandlung von extremem Übergewicht. „Frau Dr. Schleicher kam erst nach einiger Zeit mit der plastischen Chirurgie hinzu, als die ersten Abnehmerfolge bereits eingetreten waren", erinnerte Annette Buchert.

Aktuelles

Dr. Angelika Schleicher und Chefärztin Annette Buchert beim Treffen der Adipositas-Selbsthilfegruppe Mallersdorf.

Geduld bei mehreren Sitzungen und Kostenübernahme

Bewusst verzichtete Dr. Schleicher in ihrem Vortrag auf Vorher-Nachher-Fotos, um bei der besonderen Zielgruppe der Adipositaspatienten keine unrealistischen Vorstellungen von einem sofortigen perfekten Ergebnis zu wecken. Ihre Botschaft lautete stattdessen: „Geduld haben und dranbleiben!" – sei es im Bezug auf die Kostenübernahme durch die Krankenkassen oder auch bei einer eventuell nötigen Aufteilung der Operation auf mehrere Sitzungen in zeitlichem Abstand zur körperlichen Schonung.

Hautkorrekturoperationen führt Dr. Schleicher je nach Patient und Vorerkrankung ambulant in der Praxis durch oder an der Klinik Mallersdorf, wo alle Möglichkeiten an OP-Technik, Anästhesie und Intensivmedizin zur Verfügung stehen.

Wann ist eine Plastische Operation sinnvoll?

Medizinisch indiziert sei die Entfernung überschüssiger Haut insbesondere bei Entzündungen in den Hautfalten über längere Zeit, bei Schmerzen und bei störendem Einklemmen beim Sitzen oder Bewegen. Die schriftlichen Nachweise hierfür stellen die betreuenden Ärzte aus, zum Beispiel Hautärzte oder Orthopäden.

Für ein dauerhaft zufrieden stellendes Ergebnis empfahl die Chirurgin ein konstantes Körpergewicht vor der OP über mindestens ein viertel bis halbes Jahr. Diese Zeit könne man bereits für die Beantragung der Kostenübernahme nutzen.

Bauchstraffung - der "Klassiker"

Der „Klassiker", die Bauchstraffung, sei sehr unterschiedlich anspruchsvoll zu operieren. Während sie nach Schwangerschaften kaum Probleme bereite, sei die Haut laut Dr. Schleicher nach einer Abnehmtherapie oft nicht mehr so elastisch: „Was am OP-Tisch noch straff war, wirkt häufig nach wenigen Wochen schon wieder asymmetrisch. Auch hier muss man Geduld haben und Korrekturen in Betracht ziehen, wenn man noch nicht zufrieden ist." Je nach Ausdehnung der Haut wird der Schnitt zu einem sogenannten T-Schnitt erweitert. Vorab wägt die Chirurgin stets mit den Betroffenen ab: Ist die Haut lästiger oder die Narbe?

Schenkel, Arme und Brust unterschiedlich problematisch

Besonders im Bereich der Oberschenkel und Oberarme seien größere Narben nicht zu vermeiden. Die Wundheilung sei daher in jeder erdenklichen Form zu fördern, zum Beispiel durch körperliche Schonung und Tragen von Kompressionskleidung für mindestens drei Monate. „Die meisten Patienten fühlen sich aber wohl mit dieser Kleidung", wusste Dr. Schleicher zu berichten und empfahl daher, eine solche Operation eher in der kälteren Jahreszeit einzuplanen.

„Viel Selbstvertrauen, Lebensqualität und nicht zuletzt modische Freiheiten gewinnen Frauen durch die Bruststraffungsoperation", fuhr die Referentin fort. Obgleich hier die Dankbarkeit oft am größten sei, gestalte sich die Kostenübernahme teilweise recht schwierig. Anhaltende Hals- und Nackenbeschwerden durch die Fehlbelastung oder Schnürfurchen vom BH, die sich manchmal sogar am knöchernen Schlüsselbein abzeichnen, belegen jedoch die medizinische Notwendigkeit einer Brustverkleinerung. Auch Männer nehmen nach dem Abnehmen gern diese Operation in Anspruch, die auch kosmetisch gute Ergebnisse bringt.