Kreisklinik Mallersdorf
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Gesunde Gelenke - gesundes Leben

Ganzer Mensch im Blick beim Tag der Gelenkgesundheit an der Klinik Mallersdorf

Man hat großen Einfluss auf die eigene Gelenkqualität: so die einhellige Expertenmeinung beim Tag der Gelenkgesundheit an der Klinik Mallersdorf, der am vergangenen Sonntagnachmittag einen durchgehend gut besuchten Vortragssaal und regen Andrang an den Informationsständen zu verzeichnen hatte. Chefarzt Thomas Beer, Leiter der Unfallchirurgie und Endoprothetik, bot mit seinem Team Einblicke in die Gelenkgesundheit - von der Vorbeugung von Gelenkschäden über konservative Maßnahmen bis hin zu den chirurgischen Möglichkeiten. An den Ständen ließen zahlreiche Besucher ihr Gleichgewicht, Körperfett und Blutdruck testen und nahmen die Möglichkeiten der Gelenktherapie unter die Lupe.

Schmerz und Einschränkung ausschlaggebend

Wie unterschiedlich Gelenkverschleiß ausgeprägt und damit auch zu behandeln ist, schilderte Assistenzarzt Wolfgang Ruhland von der Unfallchirurgischen Abteilung in seinem Vortrag. Er gab einen Überblick über die konservativen und operativen Behandlungsmöglichkeiten bei Arthrose. Letztere reichen von Gelenkspiegelungen mit Knorpelglättung, Meniskusoperation oder Knorpeltransplantation über Umstellungsoperationen bei Beinfehlstellung bis hin zum Oberflächen-, Teil- oder Vollgelenkersatz. Sind die konservativen Maßnahmen ausgeschöpft, so seien laut Ruhland der Schmerz und die persönliche Einschränkung zwei wichtige Entscheidungsfaktoren für oder gegen eine Operation.

Neuigkeiten 2018

Wolfgang Ruhland bei seinem Vortrag.

Neuigkeiten 2018

'Ollis Yoga zum Mitnehmen' gab es beim Vortrag von Oliver Paech.

„Nicht blödes Knie, sondern ausbaufähiges Knie!"

Einen Exkurs ins Hatha Yoga bot Oliver Paech. Aus den Bewegungs- und Entspannungstechniken hat er sein eigenes Konzept „Ollis Yoga" entwickelt - mit gleichnamigem Studio. „Entspannung bedeutet dabei nicht, sich mit einer Flasche Bier vor dem Fernseher aufs Sofa zu legen", scherzte Paech. Angstfragen wie „Kann ich das überhaupt?" seien überflüssig, denn „es geht nicht darum, sich akrobatisch zu verrenken oder einen Sixpack anzutrainieren, sondern um den ganzen Menschen." Mit praktischen Übungen übten die Besucher richtiges Atmen, Anspannung und Entspannung für eine bessere Sauerstoffversorgung und Durchblutung des Gehirns, der Gelenke und des ganzen Körpers. Dazu empfahl der Yogalehrer eine ausgewogene Ernährung und positives Denken, zum Beispiel nach dem Motto „nicht blödes Knie, sondern ausbaufähiges Knie."

Gelenk verschleißt nicht durch Gebrauch

Als „faszinierenden physiologischen Komplex mit sensationeller Regenerationsfähigkeit" stellte Norbert Helmel, Leiter der Physioklinik im Aitrachtal, die Anatomie menschlicher Gelenke vor. Selbst der nicht durchblutete Knorpel und die Gelenkflüssigkeit erneuern sich kontinuierlich dank Nährstoffversorgung durch die umgebende Gelenkhaut. Druck und Zug regen diese zusätzlich an. Hierauf baue die Physiotherapie auf mit dem Ziel, möglichst gleichmäßige Druck- und Zugverhältnisse herzustellen. „Auch die Ernährung hat einen Rieseneinfluss auf den Gelenkknorpel", betonte Helmel und mit Hinweis auf die Gichterkrankung infolge von übermäßigem Fleisch- und Alkoholkonsum. Auch Stress verhindere die Gewebeerneuerung - mit entsprechenden Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem, aber ebenso auf die Gelenke. „Ein Gelenk verschleißt nicht durch seinen Gebrauch", fasste der Physiotherapeut zusammen.

Neuigkeiten 2018

Physiotherapeut Norbert Helmel bei seinem Vortrag.

Neuigkeiten 2018

Chefarzt Thomas Beer bei seinem Vortrag.

Vom „Sorgenkind" zum „Besten, was ich habe"

Ist dennoch im Laufe des Lebens ein Gelenkersatz erforderlich, so verfügt die Endoprothetik über Verfahren, um diesen individuell haltbar, belastbar und langlebig zu gestalten. Einige davon stellte Chefarzt Thomas Beer vor. Abriebarme Materialien erlauben heutzutage größere Hüftkopfimplantate, die nicht mehr so leicht aus der Hüftpfanne herausspringen. Beim Gelenkwechsel mittels sogenanntem Impaction Graft werde zudem „nicht einfach immer mehr Metall eingebaut, sondern Knochenmaterial aufgefüllt, wo Knochen hingehört". Der neuartige Zement zum Fixieren der Implantate sei „wie das Leben selbst": flexibel, dehnbar und stoßfest. Dass der Hüftgelenkersatz den Titel „Operation des Jahrhunderts" verdient, zeigte Beer am Beispiel einer über 90jährigen Patientin, die ihr Sorgenkind Hüftgelenk auch viele Jahre nach der Operation als „das Beste, was ich noch habe" bezeichnete.