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Neuigkeiten 2018

Chefarzt Thomas Beer zeigt einer Patientin das speziell aufbereitete Knochenmaterial, das beim Gelenkprothesenwechsel implantiert wird und dem neuen Kunstgelenk Halt gibt.

Lebendiger Knochen für den Hüftwechsel

Klinik Mallersdorf bietet für den Prothesenwechsel das Spezialverfahren „Impaction Grafting"

Seit Jahrzehnten ist ein Spezialgebiet der Klinik Mallersdorf die Behandlung der großen Körpergelenke, Hüfte, Knie und Schulter. Hier leistet die Unfallchirurgie das gesamte konservative und operative Spektrum mit gelenkerhaltenden und -ersetzenden Eingriffen. Speziell für den Wechsel von Hüftgelenksprothesen hat die Abteilung für Unfallchirurgie und Endoprothetik unter der Leitung von Chefarzt Thomas Beer ein besonderes Knochenersatzverfahren eingeführt und erfolgreich etabliert: das sogenannte Impaction Grafting. Die Klinik Mallersdorf ist damit eines der wenigen Zentren europaweit, die diese Behandlungsmethode mit entsprechender Erfahrung durchführt.

Ideale Voraussetzungen für Prothesenwechsel schaffen

Der Mangel an intakter Knochensubstanz ist eine der großen Herausforderungen bei der Verankerung von Wechsel- oder Revisionsprothesen. Insbesondere, wenn eine Hüftgelenkendprothese ausgewechselt werden muss, machen es starke Knochendefekte im Becken und Oberschenkel oft schwer, dem neuen Kunstgelenk genügend Halt zu verleihen. Daher arbeiten die Unfallchirurgen der Klinik Mallersdorf nach Möglichkeit mit aufwändig aufbereiteten und implantierten Knochenersatzmaterialien. „Knochen ist keineswegs totes Gewebe, sondern sehr gut durchblutet", erklärt Chefarzt Beer. „Ständig wird er entsprechend seiner Belastungen umgebaut. Nach einer Prothesenlockerung ist der Knochen der Umgebung jedoch oft krank und dünn." Mit speziell aufbereitetem Knochengewebe revitalisieren die Ärzte ihn wieder. „So erhält er die gleiche Stabilität wie vor der Prothesenlockerung, kann das neue Implantat gut aufnehmen und tragen", schildert der Unfallchirurg. „Der Patient kann vom ersten Tag an das Bein wieder voll belasten."

Detaillierte Knochenbeurteilung erforderlich

Knochenersatzverfahren kommen infrage, wenn die eigene Knochensubstanz für einen Prothesenwechsel unzureichend ist. Dafür kann es verschiedene Gründe geben, zum Beispiel einen schweren Knochenbruch, eine Knocheninfektion, einen schlecht eingeheilten Knochenbruch, Tumorerkrankungen oder Osteoporose. Anhand von Untersuchungsergebnissen muss der Arzt zuvor den Knochen individuell beurteilen. Weitere Voraussetzungen für die Implantation von Knochenersatzmaterial sind eine stabile körperliche Verfassung, da es sich in der Regel um eine längere und aufwändige Operation handelt. Auch das Patientenalter spielt eine Rolle, denn der Knochenersatz erleichtert jüngeren Menschen, die noch sehr lange mit ihrem Kunstgelenk zurechtkommen müssen, spätere Revisionseingriffe. Erneute Wechseloperationen sind dann im Alter dank eines vorangegangenen Knochenersatzverfahrens schonender und mit kleineren Implantaten durchführbar.

Patienten aller Altersstufen profitieren

Von diesem Knochenaufbauverfahren profitieren einerseits jüngere Patienten, die im Laufe ihres weiteren Lebens voraussichtlich noch weitere Hüftprothesenwechsel benötigen werden. Zwar liegt die durchschnittliche Haltbarkeit von Hüftgelenksimplantaten inzwischen bei rund 15 bis 20 Jahren, oft sogar höher. Jedoch ist eine vorzeitige Lockerung, zum Beispiel durch eine Verletzung, nie komplett auszuschließen. Dann muss das künstliche Gelenk ausgetauscht werden, wofür stabile Knochensubstanz zur Verankerung benötigt wird. Das Knochenaufbauverfahren ist aber auch bei älteren Patienten erfolgreich anwendbar. Ältere vorerkrankte Patienten profitieren bei einer Wechseloperation von der Möglichkeit, an der Klinik die nachoperative Phase bestens überwacht auf der Intensivstation verbringen zu können. Dort beginnt bereits die Physiotherapie.

„Angesichts der positiven Langzeitergebnisse über mehrere Jahrzehnte hinweg lohnt sich diese komplexe und anspruchsvolle Therapieform", ist Chefarzt Thomas Beer auch angesichts der Erfahrung mit seinen Patienten an der Klinik Mallersdorf überzeugt.