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Neuigkeiten 2019

Die Dingolfinger Künstlerin Margot Eggl mit einigen ihrer an der Klinik ausgestellten Bilder.

Loslassen vom Alltag in Bildern

Erste Gemäldeausstellung von Margot Eggl an der Klinik Mallersdorf

Auch mit 65 Jahren kann der richtige Zeitpunkt für eine Premiere sein. Dafür hat Margot Eggl aus Dingolfing den Beweis erbracht, indem sie ihre Gemälde an der Klinik Mallersdorf erstmals öffentlich präsentiert. Ab sofort sind diese in den Fluren des Erdgeschoßes vor den Sprechzimmern der Chirurgie, sowie zwischen Notfallauffahrt und OP ausgestellt. Obwohl Margot Eggl sozusagen als Spätberufene zur Kunst gefunden hat, fasste sie den Mut, ihre Bilder zum ersten Mal einem größeren Publikum zu präsentieren.

Ihrer Begeisterung für die Malerei geht Margot Eggl inzwischen ein Jahrzehnt lang in Kunst- und Gestaltungskursen bei Marianne Winter in Plattling nach, die auch schon an der Klinik ausgestellt hat. Seit kurzem ist Margot Eggl auch Mitglied im Regenbogen-/Kulturverein Plattling. „Die Malstunden bei Frau Winter sind auch gleich ein Loslassen vom Alltag und ein fröhliches Zusammenfinden von Gleichgesinnten", schildert Margot Eggl, „dafür bin ich sehr dankbar".

Dieses Loslassen möchte sie auch den Patienten vermitteln, die so zumindest für den Augenblick des Betrachtens ihre Krankheit und Sorgen vergessen sollen. So regt die Kuh Elsa mit dem Titel „unperfekt macht attraktiv" zum Schmunzeln an, die abstrakten Motive wie „Im Fluss", „Lichtkreis" und „Die Zeit dazwischen" zum Nachdenken und Träumen. Dazwischen finden sich leuchtende Blumenmotive, die in ihrer Farbkraft wie Stimmungsaufheller wirken. Mit Acryl-Misch-, -Fließ- oder Spachteltechnik, verleiht die Künstlerin ihren Bildern eine dritte Dimension, ebenso mit Struktursand, Seide oder Krakelurpaste.

Margot Eggl, die seit zwei Jahren verstärkt zu Hause für sich ganz alleine malt, experimentiert gerne, indem sie verschiedene Techniken ausprobiert und miteinander verbindet. „Da ist es toll wenn ich auf einen großen Fundus sowie malfremdes Material von meiner Tochter zurückgreifen kann", stellt sie fest, „also Stoffe, Borten, Zeichnungen, Farben, Spachtel- und Strukturpasten, Tuschen, aber auch auf Naturmaterialien." Die Ergebnisse bringt sie dann in die Malkurse mit. „Hier bekomme ein Feedback und kann mich dadurch stetig verbessern", erklärt sie weiter. Ihre persönliche Herausforderung sieht Margot Eggl darin, zur richtigen Zeit den Schlussstrich zu ziehen: „Da muss ich immer an meine Lehrerin denken, die dann sagt: ‚Manchmal ist weniger mehr.'"