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MTA: "ein cooler Beruf, für den sich das Lernen lohnt"

Eine MTA-Stipendiatin der Kreiskliniken Bogen-Mallersdorf berichtet über ihre Ausbildung zur Medizinisch-technischen Laboratoriumsassistentin

Medizinisch-technische Assistenzberufe (MTA) sind vielfältig: Man findet sie im Klinikbereich beispielsweise im Labor (MTLA) und in der Radiologie (MTRA). Wenn Evi Schalaster an der Klinik Mallersdorf von der faszinierenden Welt der Mikroorganismen berichtet, die sie als Krankheitserreger in der Mikrobiologie des Labors zu identifizieren lernt, spürt man sogleich ihre Begeisterung für den angestrebten Beruf. Die 17jährige beendet gerade ihr erstes Jahr der dreijährigen Ausbildung zur Medizinisch-technischen Laboratoriumsassistentin an den Eckert-Schulen Regenstauf. Zugleich ist sie MTA-Stipendiatin bei den Kreiskliniken-Bogen-Mallersdorf, wodurch sie finanzielle Unterstützung und Praktikumsmöglichkeiten während der Ausbildung erhält sowie eine Festanstellung im Labor nach bestandener Abschlussprüfung zugesichert bekommt.

Veranstaltungen 2020

Die MTLA-Auszubildende und -Stipendiatin Evi Schalaster am Mikroskop im Labor der Klinik Mallersdorf (Foto: Elisabeth Landinger).

Viele Möglichkeiten im medizinischen Bereich

„Ich wollte schon immer in einem Labor arbeiten", berichtet die angehende MTLA. „Über eine Bekannte, die hier im Labor der Klinik Mallersdorf arbeitet, bin ich auf den Beruf und auf die vielen Möglichkeiten im medizinischen Bereich aufmerksam geworden." So wurde aus einem Tag Schnupperpraktikum schnell ein einwöchiges Praktikum, das sie letztlich überzeugte, sich im September 2019 für einen Ausbildungsplatz an der nächstgelegenen Berufsfachschule anzumelden. Mit ihrem Realschulabschluss, einem Nachweis für gesundheitliche Eignung und einem polizeilichen Führungszeugnis erfüllte sie auch die Zugangsvoraussetzungen hierfür. Doch damit allein ist es nicht getan. „Interesse an Medizin, Chemie und Biologie sollte man schon mitbringen", meint Evi hinsichtlich der Voraussetzungen für die Ausbildung. „Man sollte geschickt sein, eine ruhige Hand haben, kein Problem haben beim Umgang mit Blut und Körperflüssigkeiten und ernst nehmen, was man tut." Dies verwundert nicht, denn viel hängt von den Untersuchungsergebnissen des Labors ab, zum Beispiel, welches Antibiotikum ein Patient gegen einen bestimmten Krankheitserreger bekommt. Nach der Ausbildung wird von MTLAs eigenständiges Arbeiten erwartet, bis dahin erhält Evi jedoch fachliche Anleitung bei all ihren praktischen Übungen, sei es an der Klinik oder auch an der Schule.

Unterschiedliche Altersstufen lernen gemeinsam

Der typische Tag einer MTLA-Auszubildenden beginnt um 8 Uhr mit dem Unterricht an der Berufsfachschule. Lernfächer stehen überwiegend vormittags auf dem Stundenplan, nachmittags mehr Praxisfächer zum Üben im schuleigenen Labor. Da die MTA-Berufe so stark spezialisiert sind, gibt es eigene Klassenverbände für MTLA und MTRA, die zwar einige allgemeine Fächer gleichermaßen lernen, jedoch nicht gemeinsam. Speziell für MTLA gibt es beispielsweise die Fächer Krankheitslehre, Hämatologie, bei der es um das Blut geht, und die bereits genannte Mikrobiologie, Evis Lieblingsfach. In den Klassen lernen unterschiedliche Altersstufen gemeinsam, denn auch der Quereinstieg in MTA-Berufe ist möglich.

"Es wird nie langweilig."

Wenn um 17 Uhr der Unterricht endet, ist zu Hause noch Lernen angesagt - „vor allem in der Schulaufgabenphase, aber auch in den Ferien. Das darf man nicht unterschätzen", warnt Evi Schalaster, fügt jedoch hinzu: „Wenn man nach dem dritten Jahr das Staatsexamen besteht, hat sich das viele Lernen aber gelohnt, weil es einfach ein cooler Beruf ist. Es wird nie langweilig und gibt immer etwas zu tun. Wenn mal weniger los ist, werden zum Beispiel die technischen Geräte kontrolliert." Auch den Umgang hiermit lernen die MTLA-Azubis. Nach der MTA-Ausbildung winken weitere Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten, denn jedes Labor und jede Radiologie benötigt auch eine Leitung. Spezialisierungen sind auch innerhalb des Berufs möglich, zum Beispiel für den Einsatz in Speziallaboren für Mikrobiologie oder Pathologie, aber auch bei Blutspendediensten, wo die Blutkonserven fachgerecht verarbeitet werden müssen. Evi hat den Beruf bereits jetzt als verantwortungsvolle Stelle kennengelernt, bei der man detektivisch Krankheiten auf der Spur ist und somit Menschen helfen kann.