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Praxisnahes Lebensretter-Training

Reanimationsschulung an der Klinik Mallersdorf in der Woche der Wiederbelebung

Echte Lebensretter schulen potenzielle Lebensretter – so hätte das Motto des öffentlichen Trainingsabends an der Klinik Mallersdorf am vergangenen Donnerstagabend auch heißen können. Karl Wellenhofer, erster Bürgermeister der Marktgemeinde Mallersdorf-Pfaffenberg eröffnete die Aktion „Ein Leben Retten" mit einem Rückblick auf seine eigenen Reanimationserlebnisse im Polizeidienst und das gute Gefühl, einem Menschen mit beherztem Eingreifen noch viele weitere Lebensjahre schenken zu können.

„Jeder kann Leben retten", so lautete die Kernbotschaft des Vortrags von Johannes Kriele, Notarzt und Leitendem Arzt der Zentralen Patienten-Aufnahme. Wie man richtig reanimiert, schilderte Notfallsanitäter Uwe Müller im zweiten Vortrag. Die Abfolge „Prüfen, Rufen, Drücken", also Atemkontrolle, Notruf absetzen und Herzdruckmassage sollte jeder verinnerlichen, um die deutschlandweit erschreckend niedrigen Raten an Laienreanimation zu steigern. Andere Länder seien bereits mit gutem Beispiel vorangegangen und haben hierdurch bereits deutlich höhere Überlebensraten bei Herz-Kreislauf-Stillständen zu verzeichnen.

An der neuen High-Tech-Reanimationspuppe, deren Anschaffung kürzlich der Krankenhausförderverein ermöglicht hatte, demonstrierten die Referenten die fachgerechte Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Die umfassend ausgestattete Puppe ermöglicht anspruchsvolle Simulationsszenarien im Rahmen der regelmäßigen Trainings für das Klinikpersonal. Als Merkhilfe dienten den Teilnehmern die eindrucksvollen Erfahrungsberichte aus dem Notarzt- und Rettungsdienst sowie praktische Tipps, Tricks und Eselsbrücken. So stand zum Beispiel eine ganze Liste mit Musikstücken zur Verfügung, deren Rhythmus für die Herzdruckmassage geeignet ist.

Unter Anleitung von Johannes Kriele und Uwe Müller konnte anschließend das Erlernte praktisch an Reanimationspuppen angewendet werden. So bekamen alle ein Gefühl für die richtige Drucktiefe und dafür, wie anstrengend minutenlanges Reanimieren tatsächlich ist – körperlich und im Ernstfall natürlich auch noch psychisch. Damit man die lebensrettende Herzdruckmassage kontinuierlich bis zur Übergabe an die Rettungskräfte durchhält, empfahlen die Referenten, sich nach Möglichkeit Hilfe hinzuzuholen und sich abzuwechseln. Sind mehrere Helfer verfügbar, kann nach 30-mal drücken zweimal beatmet werden, im Notfall ist drücken allein aber schon sehr viel wert und erkauft wertvolle Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.

Als Hilfsmittel zum Mitnehmen erhielten für die Teilnehmer faltbare Beatmungsmasken für den Schlüsselbund. Für die absolvierte Schulung gab es zum Abschluss Teilnehmerurkunden. Natürlich kann ein solcher Abend nur ein Anfang sein: Beide Referenten verwiesen auf die von den Hilfsorganisationen angebotenen Erste-Hilfe-Kurse, auch für Kindernotfälle. Verwaltungsleiter Bernhard Fürst hatte seitens der Klinik für eine kleine Stärkung gesorgt, bei der die Teilnehmer den Abend ausklingen ließen.