Kreisklinik Mallersdorf
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Rendezvous im Bauch

Spiegeln und operieren zugleich: internistisch-chirurgische Simultanoperationen

Allgemeinchirurgie

Chefärztin Annette Buchert (Allgemein-, Viszeral- und minimal invasive Chirurgie, links), Chefärztin Dr. med. Claudia Schott (Innere Medizin, Gastroenterologie, rechts) und Mitarbeiterinnen der Endoskopie demonstrieren, wie Organe bei Rendezvous-Eingriffen mit Geräten der Laparoskopie und Endoskopie gleichzeitig von allen Seiten betrachtet und behandelt werden.

An der Klinik Mallersdorf stehen Internisten und Chirurgen für sogenannte Rendezvous-Eingriffe gemeinsam am OP-Tisch. Die Chefärztinnen Annette Buchert von der Allgemein-, Viszeral- und minimal invasiven Chirurgie und Dr. med. Claudia Schott von der Inneren Medizin, Gastroenterologie und Rheumatologie haben dieses Simultanverfahren an der Klinik Mallersdorf etabliert und in ihren jährlichen Ärztekonferenzen bereits Fachvorträge darüber gehalten. Bei Operationen in Rendezvous-Technik finden eine Endoskopie (Magen- oder Darmspiegelung) und eine Laparoskopie (Bauchspiegelung) gleichzeitig und in gegenseitiger Abstimmung statt. Dadurch vereinen die behandelnden Internisten und Chirurgen die Vorteile der beiden schonenden und patientenfreundlichen Verfahren, die sonst nur über eine große offene Operation mit entsprechenden Risiken zu erzielen wären: die Möglichkeit, das betreffende Gewebe uneingeschränkt zu begutachten und zu behandeln.

Innen- und Außensicht für vollständige Tumorentfernung

Chefärztin Buchert beschreibt: „Beim Rendezvous-Eingriff können wir das Organ, also den Magen, den Dickdarm oder die Gallenwege, zugleich von innen und von außen ansehen. Die Endoskopie vermag dies für sich allein genommen ebenso wenig wie die Laparoskopie." Ein Ziel des kombinierten Verfahrens ist es, Befunde wie bestimmte Tumore im Verdauungstrakt möglichst genau zu lokalisieren, da sie nur so vollständig und dauerhaft entfernt werden können.

So können beispielsweise im Rahmen einer alleinigen Magenspiegelung kleinere Tumore in der Magenwand nicht immer ohne die Gefahr eines Durchbruchs entfernt werden. Beim Rendezvous-Verfahren besteht hingegen gleich die Möglichkeit einer chirurgischen Versorgung von außen über wenige kleine Hautschnitte. Umgekehrt macht bei Operationen die zusätzliche Spiegelung von innen so manchen Tumor erst in vollem Umfang sichtbar, wie es rein chirurgisch von außen betrachtet nicht möglich wäre.

Operieren mit "vierter Dimension"

„Dreidimensional sehen wir bei der Operation bereits durch unsere 3D-Technik und -Brillen", schildert die Chirurgin. „Die zusätzliche endoskopische Sicht bringt sozusagen noch eine vierte Dimension ins Spiel: die Innensicht." Die internistische Chefärztin Dr. Schott fährt fort: „Mit der über die Speiseröhre bzw. über den Enddarm eingeführten Endoskop kann man dem Chirurgen vom Organinneren aus anzeigen, wo sich an der Innenwand die Grenze zum krankhaften Gewebe befindet. Das geschieht mechanisch oder mittels Durchleuchten, beispielsweise mit der Lichtquelle des Endoskops." Laparoskopisch kontrolliert zugleich die Chirurgin das Organ von außen und gleicht ihre Sicht kontinuierlich mit der Kollegin ab.

Kontinuierliches gegenseitiges Feedback

„Es ist wichtig, sich während des Eingriffs ständig gegenseitiges Feedback zu geben", weiß Chefärztin Buchert zu berichten. „Da ist es gut, sich persönlich zu kennen, um sich kommunikativ und fachlich voll und ganz aufeinander verlassen zu können." An der Klinik Mallersdorf mit ihren kurzen Wegen und der engen Zusammenarbeit der Fachbereiche sieht sie somit eine wichtige Grundvoraussetzung für den OP-Erfolg beim Rendezvous-Verfahren gegeben. „Nur gemeinsam aus beiden Perspektiven betrachtet kann man das krankhafte Gewebe genau lokalisieren, seinen Umriss definieren und es inklusive einem Sicherheitsabstand herauszuoperieren. Dieser ist nötig, damit auch wirklich alle Krebszellen vollständig entfernt werden, auch im angrenzenden Bereich."

Zertifizierung durch das Westdeutsche Darm-Centrum

Das Westdeutsche Darm-Centrum (WDC) hat die Klinik Mallersdorf zum wiederholten Mal für die positiven Ergebnisse bei der Tumorentfernung mit seinem Qualitätssiegel ausgezeichnet. Das Rendezvous-Verfahren trägt bei entsprechend geeigneten Befunden dazu bei, diese Ergebnisqualität zu erzielen.