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Neuigkeiten 2016

Die Chefärztinnen Annette Buchert (2. v. r.) und Dr. Claudia Schott (r.) mit Mitarbeiterinnen der Endoskopie und OP-Abteilung und dem Geräteaufbau für minimal invasive Divertikeloperationen

Wissen erspart Ärger bei Divertikeln im Darm

Reges Besucherinteresse beim Patientenseminar an der Klinik Mallersdorf

Findet man bei einem Patienten entzündete Divertikel im Darm, ist in der Inneren Medizin und  Chirurgie Teamarbeit angesagt. Doch so viele Menschen sind in der Regel nicht um die Patientenliege oder um den OP-Tisch versammelt wie beim Patientenseminar der Chefärztinnen Dr. Claudia Schott und Annette Buchert am vergangenen Donnerstagabend an der Klinik Mallersdorf. Die Gastroenterologin und die Viszeralchirurgin informierten über die „Stellschrauben", welche die Patienten selbst zum Gegensteuern bei Divertikelbeschwerden in der Hand haben, sowie über die Möglichkeiten zur Erkennung und stadiengerechten Behandlung.

Letztere konnten die Besucher praxisnah kennenlernen bei der Endoskopiebesichtigung mit OP-Vorführung. Dr. Schott stellte die Diagnostik für entzündete Divertikel vor, die Divertikelkrankheit oder Divertikulitis. Die Befragung, körperliche Untersuchung, ein Bluttest und die Ultraschalluntersuchung bezeichnete sie als „A und O" der Diagnostik. Darmspiegelungsgeräte kommen erst nach Abklingen des Entzündungsschubs für die Nachkontrolle zum Einsatz. Flexible Coloskope mit geringem Durchmesser und die Spiegelung mit Einbringen von Wasser statt Luft zur Darmentfaltung schonen bei der Untersuchung die Darmwand. Diese kann durch die abgeklungene Entzündung verletzbarer sein. Aus eigener Erfahrung bestätigten anwesende Patienten, dass die Trinkprozedur zum vorherigen Abführen und auch die Untersuchung selbst heutzutage „kein Vergleich mehr zu früheren Methoden" seien. Nebenan stellte Chefärztin Buchert die Möglichkeiten der chirurgischen Divertikelentfernung vor. Die hierfür verwendeten Geräte - Single-Port, winzige Instrumente, Bauchdeckenlift, Laparoskopieturm mit HD-Monitor und Klammernahtgerät - tragen zum erfolgreichen OP-Verlauf, raschen Wohlbefinden und kosmetisch einwandfreien Ergebnis bei.

In den anschließenden Vorträgen erläuterten die Chefärztinnen, dass die Entstehung von Divertikeln abhänge vom Alter, von der genetischen Veranlagung und vom Lebensstil. Doch auch wer sich ballaststoffreich ernährt, bewegt, nicht raucht und trinkt, sei nicht komplett vor Divertikeln gefeit. Bei mehr als jedem zweiten über 70 Jährigen finde man in westlichen Ländern die typischen Ausstülpungen der Darmwand. Wisse man dank einer Vorsorgedarmspiegelung über vorhandene Divertikel Bescheid, könne man mit Ernährung, Bewegung, Alkohol- und Nikotinverzicht das Entzündungsrisiko gering halten. Das Wissen im Hinterkopf helfe auch, bei schneidenden Bauchschmerzen oder Stuhlunregelmäßigkeiten in die richtige Richtung weiterzuforschen und bei Blut im Stuhl eine Divertikelblutung in Betracht zu ziehen. Beschwerden haben nur etwa 10 bis 20 Prozent der Divertikelträger. Davon helfe 80 bis 90 Prozent eine konservative Therapie mit Fasten und Antibiotika weiter. Bei starken Engstellen im Darm oder schweren Komplikationen wie Darmdurchbruch, Bauchfellentzündung oder Fistel- und Abszessbildung gebe es chirurgische Methoden wie gezielte Drainage oder operative Entfernung erkrankter Darmabschnitte.

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