Förderverein stärkt die Klinik Bogen
Wilhelm Lindinger bei der Jahreshauptversammlung zum Ehrenvorsitzenden ernannt
Großen Zuspruch haben die Freunde und Förderer der Klinik Bogen e. V. am vergangenen Donnerstagabend verzeichnet. Das Interesse an den aktuellen Entwicklungen im Zuge des Strukturgutachtens sorgten für einen voll besetzten Speisesaal. „So viele waren wir noch nie", stellte Schriftführer und Klinikverwaltungsleiter Stefan Fuchs fest.
Verein wächst und unterstützt
Die erste Vorsitzende des Fördervereins Andrea Probst blickte auf ein aktives Vereinsjahr zurück. Beim Tag der offenen Tür konnten neue Mitglieder gewonnen werden. Der Verein dankte allen Helfern am Stand sowie dem ärztlichen und dem pflegerischen Dienst für die gute Zusammenarbeit. Auch die Klinik profitierte vom großen Besucherinteresse. Weitere Termine waren Vorstandssitzungen, Bilderausstellungen sowie Ärztefortbildungen auf dem Bogenberg, auch gemeinsam mit der Bundeswehr.
Andrea Probst überreicht Ehrenurkunde an Wilhelm Lindinger Foto: aufgenommen von E. Landinger
9.513 Euro für die Klinik
Erstmals stellte Petra Grimm den Finanzbericht vor. Im Jahr 2025 unterstützte der Verein die Klinik mit insgesamt 9.513 Euro. Gefördert wurden die Ärztliche Fortbildungsreihe, die Kuscheltiersprechstunde und die Gestaltung des Wartebereichs. Die Mitgliederzahl stieg von 105 im Vorjahr auf derzeit 111, vor allem infolge der Mitgliederwerbung beim Tag der offenen Tür. Geplant sind weitere Investitionen zur Unterstützung der Klinikbelegschaft.
Dank für langjähriges Engagement
Ein besonderer Höhepunkt war die Ernennung von Wilhelm Lindinger zum Ehrenvorsitzenden. Der Vorstand hatte diesen Beschluss einstimmig gefasst. Andrea Probst würdigte Lindingers langjähriges Wirken. Am 2012 war er zum Vorsitzenden gewählt worden. Zu den größten Projekten seiner Amtszeit gehörte die Anschubfinanzierung für einen Außenaufzug. Zum 30-jährigen Vereinsbestehen hatte sich der Förderverein das Ziel gesetzt, 25.000 Euro dafür bereitzustellen. Das Vorhaben gelang, so dass 2019 der Spatenstich stattfinden konnte.
Gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Xaver Gilch, habe Lindinger dieses große Projekt mit viel Herzblut und Ausdauer auf den Weg gebracht. Probst hob zudem hervor, dass er stets Medizin und Pflege ausgewogen unterstützt und auch während der Pandemie das Personal nicht aus dem Blick verloren habe. Bei Veranstaltungen vertrat er den Verein und repräsentierte die Klinik mit seiner freundlichen Art nach außen. Aus gesundheitlichen Gründen hatte er das Amt abgegeben, blieb der Klinik aber eng verbunden. „Herzlichen Dank, Willi", sagte Probst unter großem Applaus.
Lindinger bleibt der Klinik treu
Lindinger zeigte sich bewegt von der Ehrung. Er habe das Amt gern übernommen, weil er der Klinik als Patient sehr dankbar sei und dort beste Erfahrungen gemacht habe. Die Hilfe der Klinik und ihrer Ärzte habe ihn motiviert, etwas zurückzugeben und Spenden zu werben.
Besonders wichtig sei ihm der Außenaufzug gewesen: Gerade Menschen mit Gehproblemen profitierten täglich davon. Die gute Zusammenarbeit im Haus habe ihn stets bestärkt. Auch künftig wolle er sich für den Verein einsetzen und der Klinik verbunden bleiben.
Zwölf weitere Ehrenurkunden für Mitglieder, die dem Verein seit 25 beziehungsweise 30 Jahren angehören, machten die traditionsreiche Geschichte und Verbundenheit mit der Klinik sichtbar.
Klinik steht vor wichtigen Entscheidungen
Christian Schwarz, Vorstand der Kreiskliniken Bogen-Mallersdorf, informierte über die anspruchsvolle Entscheidungsfindung nach dem Strukturgutachten. Besonders die künftigen Leistungsgruppen seien entscheidend: Krankenhäuser müssten bestimmte personelle Voraussetzungen erfüllen, um Leistungen weiter anbieten zu dürfen. Die immer größere Schere zwischen Kostensteigerungen und Erlösminderungen bedrohe Kliniken bundesweit. Positiv seien die bereits erteilten Bescheide für Allgemeine Innere Medizin, Allgemeine Chirurgie und Intensivversorgung. Für die Leistungsgruppe Endoprothetik laufe noch das Anhörungsverfahren. Eine Entscheidung des Ministeriums werde bis Dezember erwartet. Bis dahin sei „alles Spekulation". Ziel müsse sein, eine angesichts des Wandels im stationären und ambulanten Sektor tatsächlich benötigte Gesundheitsversorgung für die Menschen in der Region zu sichern.
Förderverein stärkt das Klinikpersonal
In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, wie groß die Bedeutung der anstehenden Entscheidungen für die Klinik und die Region ist. Die Versammlung beschloss, dass sich der Förderverein künftig besonders als starker Partner des Klinikpersonals engagieren will. Qualifizierte und engagierte Beschäftigte erachtete die Runde einhellig als eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Klinik Bogen ihre Zukunft gestalten und die Versorgung der Patienten langfristig sichern kann.







