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Diamantbohrer für hochgradig verkalkte Herzkranzgefäße

Neu im Herzkatheterlabor: Rotablation für schonende Vorbereitung kritischer Engstellen für Ballon-Aufdehnung und Stentimplantation

Die Klinik Mallersdorf hat für Patient*innen mit sehr starken Verkalkungen der Herzkranzgefäße einen neuen „Mikrobohrer" mit Zubehör im Gesamtwert von rund 30.000 Euro angeschafft. Die in der Gesellschaft weit verbreiteten Risikofaktoren wie Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, Cholesterinerhöhung, Rauchen, Bewegungsmangel und Übergewicht können dazu führen, dass in den Herzkranzgefäßen Einengungen auftreten. Dies bestätigt sich auch in der Kardiologie der Klinik Mallersdorf unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Werner Schmid, Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Interventionelle Kardiologie und Hypertensiologie (DHL).

Der sogenannte Rotablator ist daher laut Dr. Schmid „eine zeitgemäße und sinnvolle Ergänzung der Ausstattung im Herzkatheterlabor". Ein spezieller Katheter mit diamantbeschichtetem, rotierendem Fräskopf ermöglicht noch einfachere und risikoärmere Herzkathetereingriffe an kritischen Stellen. Damit lassen sich auf herkömmlichem Weg nicht behandelbare Gefäßengstellen mit besonders starken Ablagerungen doch noch für den Ballon zur Aufdehnung und für die Implantation von Stents, also Gefäßstützen, zugänglich machen. Dr. Schmid schildert: „Bei besonders starker Verkalkung der Herzkrankgefäße kann es passieren, dass nicht einmal mehr der kleinste Ballon in die Engstelle passt, der Kalk den Ballon zerstört oder sich der Stent nicht entfalten kann."

In solchen Fällen kann der Kardiologe nun über einen speziellen Koronardraht einen der Fräsköpfe mit Durchmessern zwischen 1,25 und 1,75 Millimetern zur Engstelle vorschieben. Die diamantsplitterbesetzte Metallolive dreht sich druckluftbetrieben rund 160.000mal pro Minute und zerkleinert dabei hartes Gewebe. Verkalkungen lassen sich so zielgenau abtragen, ohne dabei das elastische Restgewebe der Koronararterie zu beschädigen. „Die entstehenden Partikel sind so klein, dass sie auch die Kapillargefäße passieren können", so der Chefarzt.

Nach Vorbereitung der Engstelle mit dem Rotablator kann die Engstelle mit dem Ballon bzw. Stent bis zur gewünschten Größe entfaltet werden.