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Ein weiterer Palliativmediziner für die Klinik Mallersdorf

Oberarzt Stefan Christl schließt Weiterbildung erfolgreich ab - Team und Vorstand gratulieren

An der Klinik Mallersdorf hat Oberarzt Stefan Christl eine zusätzliche Qualifikation erlangt: die Weiterbildung zum Palliativmediziner. Er ist damit der zweite Palliativmediziner im Team des Leitenden Oberarztes Dr. med. Jürgen Ippenberger. Christl ist bereits Facharzt für Innere Medizin mit Weiterbildungen zum Notfallmediziner und Ernährungsmediziner DAEM/DGEM (Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin, Deutsche Akademie für Ernährungsmedizin). Die Zusatzweiterbildung für Palliativmedizin sieht er als für sich persönlich wie auch für die Klinik wichtigen Schritt: „Ich freue mich, dass wir dadurch den Palliativmedizinischen Dienst organisatorisch und strukturell stärken können."
Auch der Vorstand der Kreiskliniken Bogen-Mallersdorf Christian Schwarz würdigt das Engagement. Es sei ein gutes und starkes Zeichen, dass die palliativmedizinische Versorgung als festes Standbein weiter verankert werde. Ebenso weiß die Palliative-Care-Fachkraft Marianne Potsch die Expertise von Oberarzt Christl zu schätzen: „Wenn er etwas sagt, hat das immer Hand und Fuß."

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Von links: Chefarzt Dr. med. Harald Franck (Innere Medizin, Kardiologie, Interventionelle Kardiologie), Oberarzt Stefan Christl (Innere Medizin, Palliativmedizin, Notfallmedizin, Ernährungsmedizin DAEM/DGEM), Vorstand Christian Schwarz, Chefärztin Dr. med. Claudia Schott (Innere Medizin, Gastroenterologie, Rheumatologie), die Gesundheits- und Krankenpflegerinnen Marianne Potsch (Palliative-Care-Fachkraft) und Andrea Gahr (Foto: Elisabeth Landinger).

Die Weiterbildung zum Palliativmediziner umfasste mehrere Präsenzkurse in Regensburg mit insgesamt 160 Stunden, praktische Weiterbildungszeiten an der Klinik Mallersdorf sowie drei Zusatzmodule. Zusätzlich waren 25 Falldokumentationen einzureichen und eine mündliche Prüfung bei der Bayerischen Landesärztekammer in München zu absolvieren. Selbst eine Umstellung der Prüfungsordnung, die Corona-Pandemie und eigene Elternzeit konnten Stefan Christl nicht von seinem Ziel abbringen.

Für ihn ist die Palliativmedizin eng mit dem ärztlichen Selbstverständnis verbunden. „In der Medizin hat man immer auch mit dem Beginn und dem Ende des Lebens zu tun," erklärt er. 

„Gerade in diesen Situationen ist es wichtig, Betroffene und Angehörige sowohl medizinisch als auch menschlich gut zu begleiten." Die kontinuierliche Auslastung des Palliativbereichs auf einer der beiden internistischen Stationen der Klinik Mallersdorf zeige, dass ein entsprechender Bedarf vorhanden sei. Christl versteht die Palliativmedizin als sinnvolle Ergänzung zur Inneren Medizin und Notfallmedizin: „Wenn therapeutische Grenzen erreicht sind, rücken andere Ziele in den Fokus." Im Mittelpunkt stehe dann die Linderung belastender Symptome bei nicht heilbaren Grunderkrankungen. Ebenso wichtig sei die Kommunikation mit Patienten und Angehörigen. 

„Palliativmedizin ist Teamarbeit", betont der Oberarzt. Zum multiprofessionellen Team gehören neben den Ärzten auch speziell weitergebildete Pflegekräfte, eine Diplom-Psychologin, Physiotherapeutinnen, der Sozialdienst sowie Experten für Schmerztherapie, Soziale Arbeit und Seelsorge. Regelmäßige Falldiskussionen im Team dienen nicht nur den Patienten, sondern auch den Mitarbeitenden. Sie bieten Raum, um mit den schweren und teils tragischen Verläufen professionell umzugehen.

„Palliativmedizin ist nicht dafür da, nur Sterbebegleitung zu leisten", stellt Christl klar. Ziel sei es, Patienten in akuten Symptomphasen bestmöglich einzustellen. So könne häufig eine Rückkehr in das häusliche Umfeld ermöglicht werden, gegebenenfalls mit Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes, oder in das vertraute Pflegeheim. Auch psychische Belastungen seien Teil schwerer Erkrankungen. Gerade deswegen verstehe sich die Palliativmedizin nicht als „Angstbereich", so Christl. Vielmehr gehe es darum, Lebensqualität zu erhalten und Menschen in besonders herausfordernden Lebenssituationen verlässlich zu begleiten. Der Palliativbereich auf Station bietet hierfür ein angenehmes Umfeld, das weiterbildungsfreudige Palliativteam die entsprechende Fachkenntnis.