Erfolgreicher 1. Mallersdorfer Notfall-Echokardiographie-Kurs
Premiere an der Klinik Mallersdorf: Inhouse-Fortbildung vermittelt mehr Sicherheit in der Notfall-Echokardiographie
Praktische Anwendung des Herzultraschalls bei der Fortbildung unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Harald Franck (re.), hier mit Oberärztin Anna Cieslicka-Kieres (im blauen Oberteil) als Coach (Foto: Elisabeth Landinger).
Erstmals hat die Klinik Mallersdorf am Dienstag, den 14. und Mittwoch, den 15. Juli einen hauseigenen Kurs zur Notfall-Echokardiographie veranstaltet. Dem Team um Chefarzt Dr. med. Harald Franck gelang es, ein lehrreiches Programm mit hochkarätigen Referenten vor Ort in Mallersdorf zusammenstellen, wie es sonst nur von spezialisierten Zentren angeboten wird. Die praxisnahe Fortbildung widmete sich der Ultraschalluntersuchung des Herzens. Im Mittelpunkt stand die Anwendung der Echokardiographie bei akuten Krankheitsbildern - ein wichtiger Schwerpunkt an der Klinik Mallersdorf als Sicherstellungsklinik mit Notfallversorgungsauftrag.
Theorie und Praxis mit Heimvorteil kombiniert
Chefarzt Dr. Franck konnte als weitere Referenten und Übungsleiter den Leitenden Oberarzt Thomas Hauser, die Oberärztin Anna Cieslicka-Kieres und den ehemalige Chefarzt Dr. med. Werner Schmid gewinnen. Sie verstanden es, theoretische Grundlagen und praktische Übungen eng miteinander zu verknüpfen.
Am ersten Kurstag vermittelten die Referenten die Grundlagen der Echokardiographie - von den physikalischen Prinzipien über Geräteeinstellungen und standardisierte Schallfenster bis hin zu Messungen und Normalbefunden. Ergänzt wurde das Programm durch praktische Übungen in Kleingruppen, in denen die Teilnehmenden das Erlernte umsetzen konnten. Das dies direkt an den verschiedenen, tatsächlich im Haus eingesetzten Echokardiographiegeräten erfolgte, erwies sich als echter Heimvorteil. Für die praktischen Anleitungen und Gruppenarbeiten konnten freiwillige Statisten gewonnen werden, deren Herzen fachgerecht untersucht wurden.
Am zweiten Kurstag standen typische Fragestellungen der Notfallmedizin im Mittelpunkt. Theoretisch und praktisch behandelt wurden unter anderem die Echokardiographie bei Herzinfarkt, Perikarderguss (krankhafte Ansammlung von Flüssigkeit im Herzbeutel), Lungenembolie (akuter Verschluss einer Lungenarterie), Herzinsuffizienz („Herzschwäche") und Schock sowie bei Aortendissektion (Aufspaltung der Wandschichten der Hauptschlagader), Klappenerkrankungen, Endokarditis und Thoraxtrauma. Die differenzialdiagnostische Abklärung von Brustschmerzen, Luftnot und Synkopen (plötzliche kurzzeitige Ohnmacht) wurde ebenfalls thematisiert.
Von der Idee zum Konzept
Die Idee für die Fortbildung entstand zum einen aus der täglichen klinischen Praxis. „Obwohl viele Ärztinnen und Ärzte mit der Ultraschalldiagnostik vertraut sind, besteht vor dem bewegten Organ Herz oft noch ein gewisser Respekt", erläuterte der Kursleiter und Chefarzt Dr. Harald Franck, zumal der Einsatz des Herzultraschalls oft unter herausfordernden Umständen in der Notaufnahme stattfindet. Ziel sei es, diese Hemmschwelle abzubauen und insbesondere Kolleginnen und Kollegen in der Weiterbildung Sicherheit im Umgang mit der Echokardiographie zu vermitteln. Dass dies gelungen ist, bewiesen zum einen die kompetenten Wortbeiträge der Teilnehmenden während der interaktiv gestalteten Theorieeinheiten, zum anderen die zunehmende Sicherheit und Routine in den praktischen Übungen unter Anleitung der erfahrenen Referenten.
Ein weiterer Vorteil der Inhouse-Fortbildung liege laut Dr. Franck darin, dass entsprechende Kurse häufig nur mit längeren Anfahrtswegen besucht werden könnten. Die dafür notwendige fachliche Expertise sei jedoch auch an der Klinik Mallersdorf vorhanden.
Zum Abschluss konnten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer dank ihres erfolgreich erworbenen Wissens- und Trainingsstandes das angestrebte Zertifikat aus den Händen der Kursleitung entgegennehmen.









