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Klinik Mallersdorf befördert Dr. med. Steffen Sander zum Chefarzt

„Spannendes Arbeitsumfeld Anästhesie und Intensivmedizin" inmitten von OP-Neubau, Pandemie, demographischem und Klimawandel

Neuigkeiten 2022

Von links: Christian Schwarz, Stellvertretender Vorstand Kreiskliniken Bogen-Mallersdorf, der neue Chefarzt Dr. med. Steffen Sander und Chefarzt Dr. med. Albert Blümel, Ärztlicher Direktor Klinik Mallersdorf (Foto: aufgenommen von Elisabeth Landinger).

Die Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin hat mit der Beförderung von Dr. med. Steffen Sander zum 1. September einen zweiten Chefarzt bekommen. Der 55-jährige Facharzt für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmediziner war seit 2008 als Leitender Oberarzt am Haus tätig. Mit dem bestehenden Chefarzt Dr. med. Albert Blümel führt Dr. Sander die Abteilung nun gemeinsam im Kollegialsystem.

Dr. Blümel und der Stellvertretende Kreiskliniken-Vorstand Christian Schwarz gratulierten dem frischgebackenen Chefarzt zum Einstand. „Angesichts der Weiterentwicklungen an der Klinik Mallersdorf, war es ein konsequenter Schritt, auch hier wie an der Partnerklinik Bogen eine Doppelspitze für die Abteilung einzurichten", erklärt Schwarz. Dr. Blümel brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, „in den wachsenden Herausforderungen der Anästhesie und Intensivmedizin kompetente Unterstützung in der Leitungsebene zu erhalten."

 

Gute Zukunftsperspektiven für seinen Fachbereich sieht Dr. Sander im aktuellen Neubau von OP- und Intensivstation: „eine spannende Angelegenheit und ein aufwändiger Umzug in ein neues, interessantes Arbeitsumfeld." Der Anästhesist ist bereits seit den Planungssitzungen mit involviert und schätzt neben der Erweiterung der Intensivstation besonders „die kürzeren Wege zwischen OP und Intensivstation mit optimierten Arbeitsstrukturen, Synergien und verschlankten Arbeitsprozessen."

Eine Mehrbelastung bedeutet hingegen für seine Abteilung die Coronapandemie. Von Beginn an, als es noch tödlichere Virusmutationen und keinen Impfschutz gab, war er mit seinen Kollegen im Hochrisikobereich dem Virus ausgesetzt: als Notarzt und bei Luftröhrenschnitten zur Langzeitbeatmung schwerstkranker Covidpatienten. Die Expertise der Anästhesieabteilung in den verschiedenen Beatmungsverfahren erwies sich besonders auf der Intensivstation als sehr wertvoll. „Gemeinsam mit den Internisten haben wir Anästhesisten hier zu den Spitzenbelastungszeiten verstärkt Präsenzdienste geleistet", schildert Dr. Sander.

Eine Herausforderung sieht Dr. Sander auch im steigenden Altersdurchschnitt, was oft mit Mehrfacherkrankungen und höheren Behandlungsrisiken verbunden sei. Als „Fan des Balancierten" behält er zum individuellen Patientenwohl stets auch das Große und Ganze im Blick: „Der Klima-Impact ist auch bei Narkosegasen ein Thema, da sich darunter stark treibhauswirksame FCKW befinden. Es gilt abzuwägen, ob intravenöse Anästhesien eine bessere Alternative sind."

Für die Zukunft seiner Abteilung wünscht sich Dr. Sander, „dass die bereits vorangebrachte Modernisierung so fortgeführt wird, die Regionalanästhesien (‚Teilnarkosen'; Anm. d. Red.) gut weiterentwickelt werden und die bereits vorhandene Expertise für hochbetagte Patienten weiter ausgebaut wird." Auch die Nachwuchsförderung mit Famulaturen und fachärztlicher Weiterbildung liegt ihm am Herzen. Die Abteilung verfügt bereits über die entsprechende anästhesiologische Weiterbildungsermächtigung für 24 Monate, davon 6 Monate Intensivmedizin.

Information zur Person

Dr. Steffen Sander ist in Kassel geboren und im Großraum Stuttgart aufgewachsen. Aus eigenem Antrieb entwickelte er schon in seiner Jugend Interesse an der Medizin. Diese studierte er in Heidelberg, promovierte dort und erlangte 1997 die ärztliche Approbation. Seine Facharztweiterbildung führte ihn an die Medizinische Hochschule Hannover und anschließend ans Universitätsklinikum Regensburg (UKR).

In Hannover begann er in der Herzchirurgie und entdeckte dort sein Interesse an der Anästhesie und Intensivmedizin. Insbesondere seine begleitende Notarzttätigkeit spielte eine Rolle beim vollständigen Wechsel in die Anästhesiologie und Intensivmedizin. „Von meinen fachlich sehr bewanderten Kollegen habe ich in dieser Zeit persönlich stark profitiert", blickt Dr. Sander zurück. „Sie haben mich motiviert, den eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen." Der Zeit in der Herzchirurgie mit der dortigen High-End-Intensivmedizin verdankt Dr. Sander vieles, was er in seine Arbeit auf der Intensivstation der Klinik Mallersdorf einbringt.

In der Anästhesie am Universitätsklinikum Regensburg konnte er Erfahrung im weiten Spektrum des Fachbereichs sammeln, „von der Behandlung von Kindern bis hin zu alten Menschen." 2005 erwarb er die Zusatzbezeichnungen Notfallmedizin und Intensivmedizin. Als er während seiner Zeit am UKR in der Region als Notarzt unterwegs war lernte er Dr. Blümel von der Mallersdorfer Anästhesie und Intensivmedizin kennen. Dieser trat damals gerade die Nachfolge von Chefarzt Dr. Helmut Schütz an und fand in Dr. Sander einen geeigneten Leitenden Oberarzt als seinen Stellvertreter, der vor Zusatzverantwortung nicht zurückschreckte: weiterhin auch mit Notarzteinsätzen, 2008 als Transplantationsbeauftragter, 2016 als OP-Koordinator, 2020 als ABS-Beauftragter Arzt („Antibiotika-Experte") und Leiter der ABS-Sitzungen (ABS: Antibiotic-Stewardship) sowie 2022 als Weiterbildungsbefugter. Seine Expertise bringt Dr. Sander seit jeher auch im Direktorium, Pandemiegremium und den Hygienesitzungen mit ein.

Am 1.9. dieses Jahres wurde er zum Chefarzt befördert. Dr. Sander ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und verbringt seine Freizeit am liebsten mit seiner Frau an der Nord- und Ostsee, wo er das Segeln als neue Leidenschaft entdeckt hat.