Klinik Mallersdorf unter neuer ärztlicher Leitung
Chefarzt Dr. med. Steffen Sander rückt vom Stellvertreter zum Ärztlichen Direktor nach, Wahl von Chefarzt Dr. med. Gunnar Krawczak zum Stellvertretenden Ärztlichen Direktor
Die Klinik Mallersdorf steht seit Anfang Juni unter neuer ärztlicher Leitung. Zur neuen Amtsperiode rückte Chefarzt Dr. med. Steffen Sander von der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin vereinbarungsgemäß als bisheriger Stellvertreter in die Position des Ärztlichen Direktors nach. Dieses hatte zuvor Dr. med. Tobias Lindenmeir inne, der seinem Nachfolger hierzu herzlich gratulierte. Ganz ohne Urologen bleibt auch die neue Ärztliche Direktion nicht, denn zum neuen Stellvertretenden Ärztlichen Direktor wählte das chefärztliche Gremium mit überwältigender Mehrheit Chefarzt Dr. med. Gunnar Krawczak.
Dr. med. Steffen Sander, Jahrgang 1967, ist als Facharzt für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmediziner seit 2008 am Haus tätig und wurde im September 2022 zum Chefarzt befördert. Um die Klinik und ihre Patienten hat er sich seither vielfach verdient gemacht, unter anderem bei zahllosen Notarzteinsätzen, seit 2008 als Transplantationsbeauftragter, 2016 als OP-Koordinator, 2020 als ABS-Beauftragter Arzt („Antibiotika-Experte") und Leiter der ABS-Sitzungen (ABS: Antibiotic-Stewardship) sowie 2022 als Weiterbildungsbefugter. Drei Jahre lang war er Stellvertretender Ärztlicher Direktor, bevor er an die Spitze aufrückte.
Dr. med. Gunnar Krawczak, geboren 1968, ist seit über 25 Jahren an der Klinik Mallersdorf tätig. Im Jahr 2001 hat er seine Tätigkeit als Leitender Oberarzt der Urologischen Hauptabteilung der Klinik Mallersdorf begonnen. Im Jahr 2012 wurde er zum Chefarzt der Urologischen Abteilung der Klinik Mallersdorf ernannt, als sein Vorgänger Dr. med. Raimund Barth den Ruhestand antrat. Dr. Krawczak leitet die Urologische Hauptabteilung der Klinik Mallersdorf im kollegialen Chefarztsystem gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. med. Tobias Lindenmeir.
Im Folgenden beantworten die beiden neuen Ärztlichen Direktoren einige Fragen zu ihrem neuen Verantwortungsbereich.
Herr Dr. Sander, Ihnen ist die Arbeit als Ärztlicher Direktor auch aus Ihrer Zeit als Stellvertreter bereits bekannt. Was sind die damit verbundenen Aufgaben?
Dr. Sander: Bisher waren es im wesentlichen repräsentative Aufgaben, aber auch als organisatorisches Bindeglied zwischen Ärzten, Pflegenden und Verwaltung zu wirken.
Herr Dr. Krawczak, was hat Sie dazu motiviert, die Wahl zum Stellvertreter anzunehmen?
Dr. Krawczak: Ich übernehme gerne Verantwortung und möchte dazu beitragen, die vorhandene erstklassige medizinische und menschliche Versorgung der uns anvertrauten Patientinnen und Patienten an der Klinik Mallersdorf auch in Zukunft in den Mittelpunkt unseres Handelns zu stellen.
Haben Sie bestimmte Ideen, die sie in der anstehenden Amtszeit umsetzen wollen, und was sehen sie dabei als größte Herausforderungen?
Dr. Sander: Ich möchte die bisherigen Aufgaben und Angelegenheiten fortführen, die ärztliche Expertise bei strategischen Entscheidungen stärken zum Erhalt und der Weiterentwicklung der Klinik unter den aktuell herrschenden herausfordernden Rahmenbedingungen. Das sind insbesondere die zunehmende Arbeitsverdichtung und Qualitätssicherung in der Patientenversorgung bei immer knapper werdenden personellen wie auch materiellen und apparativen Ressourcen.
Dr. Krawczak: Gerade aktuell im Zuge der angekündigten und von der Politik hemmungslos forcierten Umsetzung der Krankenhausreform werden auf die Mehrheit der Krankenhäuser in Deutschland in den kommenden Jahren enorme finanzielle und teilweise sogar existenzielle Herausforderungen und Hürden zukommen. Gerade in diesen Zeiten ist es sehr wichtig, die ärztliche Expertise bei wichtigen Entscheidungen noch stärker zu berücksichtigen und von dieser Expertise bei wichtigen Verhandlungen zu profitieren.
Welche Vorteile hat es, dass jemand aus Ihrer Fachrichtung die Ärzteschaft aller Fachgebiete am Haus vertritt?
Dr. Sander: Als Anästhesie haben wir vor allem bei den operativen Abteilungen häufig eine fachübergreifende Sicht auf die Patienten, unter anderem auch in Richtung konservativere Begleiterkrankungen. Im Rahmen der interdisziplinären Intensivmedizin sind wir mit allen behandelnden Disziplinen im Haus verbunden. Dadurch ergeben sich vielfältige Einblicke in das Denken und die Herangehensweisen aller beteiligten Disziplinen.
Dr. Krawczak: Die moderne klinische Urologie ist ein sehr innovatives Fachgebiet, das Patientinnen und Patienten sämtlicher Altersgruppen behandelt und sowohl ein hochgradig operatives Fachgebiet darstellt, welches aber auch viele konservative Behandlungsaspekte beinhaltet. Somit hat man als Urologe eine fundierte Expertise in der operativen als auch in der konservativen Medizin. Darüber hinaus besitzen wir beiden Chefärzte der Urologischen Hauptabteilung auch eine Zulassung für eine ambulante urologische Praxissprechstunde. Daher habe ich als Urologe in Mallersdorf tiefgreifende Erfahrung in all den genannten Bereichen.










