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Lebensqualität sicherstellen

Dr. med. Jürgen Ippenberger referiert beim Frauenbund Mallersdorf über Palliativmedizin

Leitender Oberarzt Dr. med. Jürgen Ippenberger hat am Donnerstag, den 24. November auf Einladung des KDFB Mallersdorf im Pfarrheim einen Vortrag über Palliativmedizin gehalten.

Fälschlicherweise seien die meisten Menschen der Meinung, dass die Palliativstation nur zum Sterben eingerichtet sei. Sie wurden an diesem Abend eines Besseren belehrt. Der Referent machte klar, der Tod gehöre nun mal zum Leben, werde jedoch verdrängt und gelte meist als Tabuthema.

Palliativmedizin sehe die aktive ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer fortgeschrittenen, nicht mehr kurativ behandelbaren Erkrankung, die mit einer begrenzten Lebenserwartung einhergehe. Einerseits eine bestmögliche Lebensqualität, andererseits eine sichergestellte Versorgung solange wie möglich in gewohnter häuslicher Umgebung zu erreichen, das wird als Ziel der Palliativmedizin gesehen.

Neuigkeiten 2022

Leitender Oberarzt Dr. med. Jürgen Ippenberger bedankt sich für die Spende für die Palliativstation an der Klinik Mallersdorf, überreicht von Rita Kirchermeier (links) und Maria Kick-Gockeln. Foto: Annemarie Kammermaier

Historischer Bezug

An der Klinik Mallersdorf sei der Palliativgedanke historisch verwurzelt durch die Tradition der Mallersdorfer Schwestern, so Ippenberger. 2019 wurde an der Klinik die Fachrichtung Palliativmedizin mit einem eigenen Stationsbereich aufgewertet mit interdisziplinärer Zusammenarbeit aller Fachbereiche, um unheilbar erkrankte Menschen würdevoll zu begleiten. Der Palliativbereich besteht aus drei wohnlich ausgestatteten Einzelzimmern und einem Aufenthaltsraum. Den Angehörigen kann auf Wunsch eine Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Im Vordergrund der Palliativbehandlung sah Dr. Ippenberger das subjektive Wohlbefinden der Patienten. Dazu gehörten die optimale symptomatische Behandlung und die Vermeidung unnötiger belastender diagnostischer beziehungsweise therapeutischer Maßnahmen. Die Beherrschung von Schmerzen und Krankheitsbeschwerden sowie psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen bezeichnete er als höchste Priorität.

Versorgung durch interdisziplinäres Team

Auf das Leistungsspektrum des Palliativ-Teams eingehend sprach er die Pflegekräfte an, die über Fachweiterbildung verfügten. Physiotherapiemaßnahmen seien für Schmerzlinderung und Verbesserung der Beweglichkeit und Selbstständigkeit gedacht. Eine erfahrene Diplom-Psychologin stehe für Patienten, die mit fortschreitender Erkrankung konfrontiert seien, zur Verfügung. Ein Sozialdienst kümmere sich um Dinge wie etwa Entlassmanagement oder Kommunikation mit Kostenträgern oder weitere Möglichkeiten zur Pflege- und Wohnsituation. Eine Sozialpädagogin ist Ansprechpartnerin für soziale Notlagen, Absicherung oder Sorgerechtsregelung. In der Klinikseelsorge ist Schwester Johanna im Einsatz für die Patienten.

Im Namen des Frauenbundes Mallersdorf bedankten sich Maria Kick-Gockeln und Rita Kirchermeier beim Referenten Dr. Ippenberger für dessen aufschlussreichen Vortrag und die interessante Diskussion im Anschluss. Viel Neues habe man erfahren, das umfassende Spektrum der Palliativmedizin sei vielen nicht bekannt gewesen.

Sie überreichten eine Spende für die Palliativstation an der Klinik Mallersdorf, für die sich der Arzt herzlich bedankte. Wer die Arbeit des Palliativdienstes unterstützen möchte, kann mit einer Spende dazu beitragen, Wünsche zu realisieren, die vom regulären Krankenhausbudget nicht abgedeckt werden. Darunter fallen spezielle Ausstattung für Komfort und Verschönerung der Station oder besondere fachliche Weiterbildungen des Personals.

Text und Bild: Annemarie Kammermaier

>> Weitere Infos zur Palliativmedizin der Klinik Mallersdorf und zu Spendenmöglichkeiten finden Sie auf den Seiten der Palliativmedizin.