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Vom Herz-Kreislaufstillstand bis zum Zeckenbiss – wer muss wie schnell versorgt werden?

Zweitägige Triage-Fortbildung für Fachkräfte der Interdisziplinären Notaufnahmen der Kreiskliniken Mallersdorf und Bogen

Wenn an einem Wochenende über zwei Dutzend Fachkräfte der Interdisziplinären Notaufnahmen (INA) der Kreiskliniken Bogen-Mallersdorf in der Nardinirealschule nochmal die Schulbank drücken, muss es ein wichtiges Fortbildungsthema sein. In der Tat ging dabei um Fragen, die für Leib und Leben von Erkrankten und Verletzten ausschlaggebend sind: Mit welcher Dringlichkeit und damit in welcher Reihenfolge müssen diese versorgt werden?

„Wir hatten 25 Teilnehmende aus dem ärztlichen und pflegerischen Bereich der Notaufnahmen", berichtet Chefarzt Doctor-medic Lucian Jebelean, „22 aus der Klinik Mallersdorf, drei aus der Klinik Bogen, dazu vier Dozenten und sechs Auszubildende, die für ein praxisnahes Training als Schauspieler die Notfallpatienten darstellten."

Bei der Schulung handelte es sich um die ESI-Train-Fortbildung für die Triagierung nach den ESI-Kriterien. ESI steht für Emergency Severity Index, ein weltweit etabliertes Triage-System. Notfälle werden darin nach Dringlichkeit eingestuft und mit maximalen Zielzeiten zur Behandlung versehen. In der Fortbildung trainierten die Anwesenden daher mit den Patientendarstellern alle erdenklichen Fälle - von alltäglichen Banalitäten wie einem Zeckenbiss bis hin zu schwerwiegenden Notfällen wie einem reanimationspflichtigen Herz-Kreislaufstillstand.

Für die Fortbildung kamen gleich mehrere Anlässe zusammen, erklärt Chefarzt Doctor-medic Jebelean die Hintergründe. „Bis vor einigen Jahren wurde der Reihe nach behandelt. Der Gemeinsame Bundesausschuss gibt inzwischen vor, dass jeder Patient ab seinem Erscheinen binnen zehn Minuten eine Ersteinschätzung benötigt, also triagiert werden muss. In Zeiten zunehmender Patientenzahlen ist eine sofortige Behandlung realistischerweise nicht immer möglich." Schwerwiegendere Krankheitsbilder müssen zuerst behandelt werden, zum Beispiel mit unmittelbarer Lebensgefahr (ESI-Stufe 1) oder akuter Veränderung wichtiger Lebensfunktionen (ESI-Stufe 2). Die INA wirbt daher aktiv um das Verständnis der Wartenden, die gelegentlich ungehalten sind, wenn später Eingetroffene „vorgezogen" werden.
Die zweitägige Schulung der INA-Fachkräfte endete mit einer schriftlichen Abschlussprüfung, die alle erfolgreich gemeistert haben – zur vollsten Zufriedenheit des Chefarztes und Organisators: „Die Schulung war ein großer Erfolg. Auch alle nicht-ärztlichen Berufsgruppen der INA sind nun in der Lage, eine fachgerechte Ersteinschätzung vorzunehmen. Wir werden daher künftig weitere Fachkräfte zu ESI-Schulungen schicken."

Doctor-medic Jebelean dankte insbesondere dem Rektor Thomas Dambacher von der Nardini-Realschule: „Es war wirklich großartig, dass wir die gesamten Räume und Technik nutzen durften. Ein großes Dankeschön gilt auch dem Pflegedienstleiter Christian Bräu für seine tatkräftige Unterstützung bei der Organisation der Fortbildung."