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Fließende Grenzen zwischen Natur und Abstraktion

Mutter-Tochter-Duo Ingrid und Melissa Faltermeier stellt Gemälde an der Klinik Bogen aus.

Ihre inzwischen fünfte Kunstausstellung an den Kreiskliniken Bogen-Mallersdorf und ihre dritte an der Klinik Bogen haben am Freitagnachmittag Ingrid und Melissa Faltermeier eröffnet. Zu sehen sind im gesamten dritten Quartal dieses Jahres Werke aus dem aktuellen kreativen Schaffen des Mutter-Tochter-Duos. Die großen, hochformatigen Gemälde „Spiegelung" (M. Faltermeier) und „Fließend" (I. Faltermeier) führen als erste im Flur des Erdgeschoßes in die Ausstellung ein. Sie harmonieren trotz ihrer Unterschiedlichkeit farblich miteinander und stehen repräsentativ sowohl für die gemeinsame Ausstellung mit ihren fließenden Grenzen zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit, sondern auch für den jeweiligen Malstil und die bevorzugten Techniken.

Bei Ingrid Faltermeier sind es überwiegend abstrakte Motive, vor allem Misch-, Schütt- und Sprühtechniken mit eingearbeiteten Materialien wie Glitzersteinen oder Blattgold. Wer meint, mit dem Pinsel könnte man nur malen, und nur mit dem Pinsel könne man malen, wird von Ingrid Faltermeier eines Besseren belehrt. 

Neuigkeiten 2023

Bild (aufgenommen von Elisabeth Landinger): von links: Fördervereinsvorsitzender Wilhelm Lindinger, Ingrid Faltermeier und Melissa Faltermeier mit ihren jeweiligen Gemälden „Fließend“ und „Spiegelung“.

Auf den mit flüssiger Acrylfarbe vorbereiteten Hintergründen kreiert sie verschiedenste Spuren - von punktuell sternenstaubfein bis schwungvoll und großflächig über mehrere Leinwände nebeneinander, teils vom Pinsel gespritzt, aber auch direkt aus der Farbtube. Dabei entstehen lockere Formen, bei deren Interpretation man beim Betrachten seiner eigenen Fantasie freien Lauf lassen kann. Ingrid Faltermeier begann ihre künstlerische Entwicklung zunächst autodidaktisch und widmete sich nach Geburt ihrer Tochter verstärkt der Malerei. Heute ist sie Kuratorin in der Vorstandschaft des Kunstvereins Deggendorf sowie Mitglied im Regenbogen Kunst und Kulturverein Plattling. Seit 1997 stellt Ingrid Faltermeier regional und überregional aus.

Melissa Faltermeier schloss sich ihr 2009 in zahlreichen weiteren Ausstellungen an. Sie hat ihr Studium fürs Realschullehramt mit den Hauptfächern Kunsterziehung und Englisch abgeschlossen und dabei ihre Vorliebe für die Landschaftsmalerei entdeckt. Insbesondere auf regelmäßigen Malerei-Exkursionen, erfuhr sie eine intensive Verbindung zur Umwelt und Begeisterung für die Natur, die sie mit ihrer Kunst an die Betrachter weitervermitteln möchte. „In meinen Werken, die vorwiegend mit Acrylfarbe entstehen, ist es mir ein Anliegen, die Vielfalt der Farben hervorzuheben und zu übersteigern", schildert sie. „Dabei verfremde ich die Farben und verändere sie bewusst, um einzigartige Farb- und Lichtstimmungen zu erzeugen." Diese können mystisch, dunkel, stürmisch und dynamisch wirken. Einzelne Bäume, Felsen oder ferne Wolkenlandschaften bringen Ruhe hinein und gleichen die dynamische Wildheit aus. Durch das bewusste Nebeneinandersetzen von möglichst satten Komplementärfarben erzielt Melissa Faltermeier den Effekt, dass sich Farben gegenseitig zum Leuchten bringen. Ihre in der Landschaftsmalerei einzigartigen Farb- und Lichtstimmungen haben inzwischen auch im Internet für Aufsehen gesorgt und bereits zahlreiche Abnehmer gefunden.

„Ihre Bilder kommen immer gut an", bestätigte Wilhelm Lindinger, erster Vorsitzender der Freunde und Förderer der Klinik Bogen. Diese haben sich ebenfalls die Verschönerung der Klinik für das Wohl der Patienten als eines ihrer Ziele gesetzt und heißen immer wieder neue Kunstschaffende mit unterschiedlichsten Werken am Haus willkommen, so auch Ingrid und Melissa Faltermeier. „Die Menschen bleiben stehen, betrachten Ihre Bilder, werden zum Nachdenken angeregt und finden so Ablenkung von ihren Sorgen", fasste Lindinger die auch hier wieder auf gelungene Weise verwirklichte Intention der Ausstellung zusammen.

Die Arbeiten von Ingrid und Melissa Faltermeier sind bis Herbst an der Klinik Bogen zu den Besuchszeiten von 13 bis 18 Uhr auch für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich und können über die Rezeption käuflich erworben werden.