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Priorität des Fördervereins: Wohl von Patienten und Klinikpersonal

Jahreshauptversammlung der Freunde und Förderer der Klinik Bogen e. V. - Pavillon im Klinikpark wird die nächsten Tage gebaut

Neuigkeiten 2022

Jahreshauptversammlung der Freunde und Förderer der Klinik Bogen e. V. (Foto: aufgenommen von Stefan Fuchs).

„Eine harmonische Runde, in der sich alle entschlossen für dasselbe Ziel einsetzen", so beschrieb der erste Vorsitzende Wilhelm Lindinger (im Bild stehend, 4. v. re.) die Jahreshauptversammlung der Freunde und Förderer der Klinik Bogen e. V., die am Dienstagabend im Klinikspeisesaal stattgefunden hat. Mit Blick auf die aktuellen Vereinsaktivitäten schilderte er, wie seit Pandemiebeginn zusätzlich zum Patientenwohl besonders das Klinikpersonal mit Förderprojekten unterstützt wurde. Mit kostenlosen Masken und aktuell einem Pavillonneubau im Klinikpark stehe das Engagement des Fördervereins verstärkt unter dem Zeichen, für das Personal etwas Gutes zu tun. Mitgliedsbeiträge, Spenden und persönliches Engagement haben vieles möglich gemacht. So wurde der marode gewordene alte Pavillon wurde bereits weggerissen, ein neuer die nächsten Tage gebaut. Der Vorsitzende Wilhelm Lindinger und der kooptierte Vorstand Franz Xaver Gilch (sitzend 2. v. li.) haben für hierzu bereits bei umliegenden Firmen erste Spenden gesammelt. Die voraussichtlichen Gesamtkosten belaufen sich auf 10 000 Euro. 

Weitere Vereinsaktivitäten umfassen die Mitwirkung an den Gesundheitsabenden in Oberalteich sowie diverse Kunstausstellungen an der Klinik. Mit Vereinsmitglied Werner Rickinger (stehend 3. v. li.) aus Deggendorf konnte ab Oktober wieder ein renommierter Künstler, der schon mehrfach erfolgreich Bilder an der Klinik Bogen präsentiert hat, für eine Ausstellung gewonnen werden.

 

Förderprojekte im Wert von 140 000 Euro in Wilhelm Lindingers Amtszeit

Der stellvertretende Landrat Andreas Aichinger (stehend, 4. v. li.) dankte den Mitgliedern im Namen des Kreisrates für ihr großes Engagement, insbesondere dem Vorsitzenden Wilhelm Lindinger, in dessen 10jähriger Amtszeit inzwischen 140 000 Euro in Verbesserungsmaßnahmen geflossen sind. Er betonte, dass der Kreistag insbesondere auch während der Coronapandemie die Bedeutung der Klinik Bogen für die Versorgung der Bevölkerung als unabdingbar sah und weiterhin dem Kommunalunternehmen den Rücken stärkt. Der Kreistag sei sich bewusst, dass derzeitige Defizite auf der bundesweiten Gesundheitspolitik basieren und von kleineren Krankenhäusern kaum zu vermeiden seien. Er stellte in Vordergrund, dass das Wohl der Patienten, aber auch der Mitarbeiter oberste Priorität haben. Gleichzeitig verwies er darauf, dass Gespräche mit potentiellen Kooperationspartnern sinnvoll und gewollt seien, um der Lage der Klinik Bogen aktiv und positiv entgegenzutreten.

Der Vorstand der Kreiskliniken Bogen-Mallersdorf Robert Betz (stehend, Mitte) bedankte sich für die Unterstützung durch den Verein, der auch immer Förderer wichtiger strategischer Entscheidungen war und ist. Betz informierte über die aktuelle Entwicklung in der Klinik Bogen. Zu den Erlösausfällen als anhaltende Folge der Coronapandemie kommen Kostensteigerungen infolge der Inflation und explodierender Energiepreise hinzu. Im Krankenhauswesen fehle obendrein jegliche Möglichkeit, wie in anderen Wirtschaftssektoren „Preise für Behandlungen" daran anzupassen. 2022 gebe es zwar noch den sogenannten finanziellen „Rettungsschirm". Falle dieser aber ohne eine bundespolitische grundlegende Systemänderung für die Klinikfinanzierung weg, seien stark ansteigende Defizite zu erwarten.

 

Notfallversorgung sichern

In einem Vortrag stellte der kardiologische und intensivmedizinische Oberarzt Andreas Pöschl (2. v. re.) dar, wie sich die Arbeit als aktiv fahrender Notarzt darstellt. Anhand eines Fallbeispiels erörterte er, wie er sich auf Situation bestmöglich vorbereitet, sobald er für einen Notarzteinsatz „angepiept" wird. Eindringlich erörtert er dabei, wie es beispielsweise bei einem Verkehrsunfall mit einem Reisebus dazu kam, dass er statt der vermuteten zwei Verletzten plötzlich 20 Verletzte am Unfallort vorfand. Auch die Ausbildung zum Notarzt und Herausforderungen für junge Ärzte thematisierte der Oberarzt.

Die Anwesenden zeigten sich einig, dass für die langfristige Sicherstellung der Notfallversorgung an der Klinik Bogen ein Gesamtkonzept mit Kooperationspartnern erforderlich und weiterzuverfolgen sei. Lindinger fasste zusammen: „Für die Bürgerinnen und Bürger ist es wichtig zu wissen, dass sie hier im Notfall an die Klinik Bogen wenden können, und für das Personal, hier einen attraktiven und sicheren Arbeitsplatz zu haben." Hierfür setze sich der Förderverein nach Kräften mit ein.