Kreisklinik Mallersdorf
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    „Kompetente Behandlung von Männer- und Frauenleiden“

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Allgemeinchirurgie

Tumorerkrankungen in der Urologie

Die Krebsvorsorge, -früherkennung und -behandlung spielt in der Urologie der Klinik Mallersdorf eine wichtige Rolle. Wir stehen Ihnen bei allen Arten von urologische Tumoren, wie Prostatakrebs, Hodenkrebs, Blasenkrebs und Nierenkrebs, mit dem gesamte Diagnostik- und Therapiespektrum zur Verfügung.

Wir sind zertifiziertes Zentrum für Diagnose, Behandlung und Nachsorge des Prostatakrebses und haben hierfür vom Deutschen Onkologie Centrum (DOC) das entsprechende Qualitätszertifikat verliehen bekommen.

Prostatakrebs

Häufigkeit

Der Prostatakrebs ist mittlerweile der häufigste bösartige Tumor des Mannes. Nahezu 25 Prozent aller neu diagnostizierten Krebserkrankungen des Mannes in Deutschland gehen von der Prostata aus. Er ist somit nicht nur medizinisch, sondern auch volkswirtschaftlich von größter Bedeutung, was sich unter anderem an den vielen Diskussionen bezüglich Vorsorge, Screening, Diagnostik und Therapie zeigt.

Vorsorge und Früherkennung

Die Tatsache, dass der Prostatakrebs im Anfangsstadium üblicherweise keinerlei Beschwerden verursacht, macht klar, wie wichtig hier die regelmäßige Vorsorge zur Früherkennung ist. Nur dann besteht eine Chance, dass der Krebs im örtlich auf die Drüse beschränkten Stadium entdeckt und durch eine gezielte Behandlung auch kurativ (also mit dem Ziel einer Heilung) behandelt werden kann. Diese Vorsorge sieht von Seiten der gesetzlichen Krankenkassen lediglich die Anamnese (Befragung nach eventuell bestehenden Problemen beim Wasserlassen oder Stuhlunregelmäßigkeiten) und die körperliche Untersuchung einschließlich des Austastens der Prostata durch den After vor.

Vorsorge ergänzen für bessere Heilungschancen

Leider sind viele Prostatakarzinome im frühen, und damit im potentiell heilbaren Stadium klinisch nicht nachweisbar, das heißt der Tastbefund wird keinerlei Auffälligkeiten zeigen, Beschwerden bestehen nicht. Die meisten Urologen empfehlen deswegen zusätzlich zu den von den gesetzlichen Krankenkassen übernommenen Vorsorgeleistungen noch die Ultraschalluntersuchung der Prostata durch den After und vor allem die Bestimmung des sog. PSA-Wertes im Blut. Diese Blutuntersuchung wird aber üblicherweise von den gesetzlichen Krankenkassen nicht gezahlt und vom Urologen deswegen als sog. IGeL-Leistung (individuelle Gesundheitsleistung) angeboten. Unserer Erfahrung nach werden die allermeisten örtlich begrenzten Prostatakarzinome lediglich durch eine PSA-Erhöhung im Verlauf über jahrelange Beobachtung diagnostiziert. Und diese lokal begrenzten, früh entdeckten Karzinome haben erwiesenermaßen die besten Chancen auf eine Heilung.

Bei Krebsverdacht

Bei Verdacht auf das Vorliegen eines Prostatakarzinoms muss eine Sicherung der Diagnose durch eine Prostatabiopsie erfolgen. Diese wird heutzutage üblicherweise mit Hilfe einer Ultraschallsonde durch den After durchgeführt. Bestätigt sich hier der Verdacht, muss eine passende Therapie gefunden werden. Eventuell sind zuvor noch ergänzende Untersuchungen zur exakten Bestimmung des Krebsbefalls im Körper nötig. Ist der Tumor auf die Prostata begrenzt, besteht eine hohe Chance, dass der Tumor komplett entfernt werden kann.

Begrenztes Karzinom

Bei jüngeren Patienten

Beim lokal begrenzten Prostatakarzinom ist die radikale operative Entfernung der Prostata die Therapie der Wahl, v.a. bei jüngeren Patienten. Dies kann durch eine offene Operation mittels Bauch- bzw. Dammschnitt erfolgen, oder im Rahmen einer sog. „minimal-invasiven" laparoskopischen Technik über eine Bauchspiegelung. Große Unterschiede zwischen den offenen und laparoskopischen Techniken konnten bisher nicht demonstriert werden. Die minimal-invasiven laparoskopischen Techniken gewährleisten nachgewiesenermaßen einen signifikant niedrigeren Blutverlust, was meist einer schnelleren Erholung nach einer Operation zu Gute kommt. Dagegen scheinen nach neuesten Erkenntnissen die onkologischen Ergebnisse der offenen Methoden besser zu sein, d. h. die Tumorbehandlung an sich. Es hat sich gezeigt, dass nach laparoskopischen bzw. roboter-assistierten Eingriffen bereits innerhalb des ersten halben Jahres nach OP signifikant mehr Patienten im Anschluss eine weiterführende Therapie (Strahlentherapie oder Hormontherapie) benötigten. Auch die Rate der Harninkontinenz nach Operation scheint bei laparoskopischen / roboter-assistierten Techniken erhöht zu sein, ein sicherlich nicht unwichtiger Faktor in Bezug auf die Lebensqualität nach der Operation.

Neben der Harninkontinenz ist die Beeinträchtigung der erektilen Funktion (Potenz) eine Folge der Radikaloperation der Prostata. Je nach Ausbreitung der Erkrankung kann durch zunehmend verfeinerte OP-Techniken versucht werden, die erektile Funktion zu erhalten. Zumindest die Wirksamkeit der heute eingesetzten Medikamente (PDE-5-Hemmer) zur Behandlung der erektilen Funktion kann dadurch verbessert werden.

Letztlich ist es nach aktuellem wissenschaftlichen Stand relativ unbedeutend, welche der operativen Methoden angewandt wird, viel entscheidender ist die individuelle Erfahrung des jeweiligen Operateurs selbst. Die Auswahl sollte somit weniger nach Methode als nach Erfahrung des Operateurs erfolgen.

Bei älteren Patienten oder Patienten mit ernsthaften Begleiterkrankungen

Beim lokal begrenzten Prostatakarzinom ist die radikale operative Entfernung der Prostata die Therapie der Wahl, v.a. bei jüngeren Patienten. Dies kann durch eine offene Operation mittels Bauch- bzw. Dammschnitt erfolgen, oder im Rahmen einer sog. „minimal-invasiven" laparoskopischen Technik über eine Bauchspiegelung. Große Unterschiede zwischen den offenen und laparoskopischen Techniken konnten bisher nicht demonstriert werden. Die minimal-invasiven laparoskopischen Techniken gewährleisten nachgewiesenermaßen einen signifikant niedrigeren Blutverlust, was meist einer schnelleren Erholung nach einer Operation zu Gute kommt. Dagegen scheinen nach neuesten Erkenntnissen die onkologischen Ergebnisse der offenen Methoden besser zu sein, d. h. die Tumorbehandlung an sich. Es hat sich gezeigt, dass nach laparoskopischen bzw. roboter-assistierten Eingriffen bereits innerhalb des ersten halben Jahres nach OP signifikant mehr Patienten im Anschluss eine weiterführende Therapie (Strahlentherapie oder Hormontherapie) benötigten. Auch die Rate der Harninkontinenz nach Operation scheint bei laparoskopischen / roboter-assistierten Techniken erhöht zu sein, ein sicherlich nicht unwichtiger Faktor in Bezug auf die Lebensqualität nach der Operation.

Neben der Harninkontinenz ist die Beeinträchtigung der erektilen Funktion (Potenz) eine Folge der Radikaloperation der Prostata. Je nach Ausbreitung der Erkrankung kann durch zunehmend verfeinerte OP-Techniken versucht werden, die erektile Funktion zu erhalten. Zumindest die Wirksamkeit der heute eingesetzten Medikamente (PDE-5-Hemmer) zur Behandlung der erektilen Funktion kann dadurch verbessert werden.

Letztlich ist es nach aktuellem wissenschaftlichen Stand relativ unbedeutend, welche der operativen Methoden angewandt wird, viel entscheidender ist die individuelle Erfahrung des jeweiligen Operateurs selbst. Die Auswahl sollte somit weniger nach Methode als nach Erfahrung des Operateurs erfolgen.

Bei älteren Patienten oder Patienten mit ernsthaften Begleiterkrankungen

Bei älteren Patienten oder Patienten mit ernsthaften Begleiterkrankungen stellt die Operation ein erhöhtes Risiko dar. Hier bietet sich die Strahlentherapie als gleichwertige Alternative dar. Generell sollte für jeden Patienten individuell ein passendes Behandlungskonzept unter Berücksichtigung des Alters, der bestehenden Vorerkrankungen und Risiken sowie natürlich der Vorstellungen des Patienten selbst erarbeitet werden.

Alternative Therapiekonzepte

Die Behandlung mittels Vereisung (Kryotherapie) oder Ultraschallwellen (HiFu) stellt noch kein allgemein akzeptiertes Behandlungskonzept dar, vor allem weil immer noch Langzeitergebnisse bezüglich des Behandlungserfolges fehlen. Deswegen werden sie in nationalen und internationalen Leitlinien zu Recht noch als rein experimentelle Methoden eingestuft und sollten nur nach sorgfältiger Abwägung und unter Studienbedingungen durchgeführt werden.

Fortgeschrittenes Krebswachstum

Ist der Tumor nicht mehr auf die Prostata begrenzt, reicht eine operative Behandlung nicht aus. Hier muss entsprechend dem Vorliegen einer systemischen Erkrankung auch eine dazu passende systemische Therapie durchgeführt werden. An erster Stelle steht hier eine hormonelle Behandlung. Da die Prostatakrebszellen normalerweise abhängig von den männlichen Hormonen (Testosteron) wachsen, stellt die Blockierung des Testosterons durch Medikamente oder durch einen kleinen operativen Eingriff eine erfolgreiche Therapieoption dar.

Generell gilt grundsätzlich die Aufgabe, jeden Patienten nach vorliegendem Befund, Alter, Vorerkrankungen über eine für ihn passende Therapie zu beraten.

Interview mit Chefarzt Dr. Krawczak zum Europäischen Prostata-Tag

Anlässlich des Europäischen Prostatatages am 15.9.2012 war Chefarzt Dr. med. Gunnar Krawczak zu einem Interview bei Radio AWN geladen. Hier können Sie das Gespräch in voller Länge nachhören:

Vorsorge und Früherkennung

Hodentumore treten meist bei jungen Männern zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf. Wichtigste Früherkennung ist das selbsständige regelmäßige Betasten des Hodens, z. B. beim Duschen etc.

Die Diagnose wird normalerweise vom Urologen durch Betasten und eine Ultraschalluntersuchung gestellt.

 

Therapie

Beim Vorliegen eines Hodentumors erfolgt dann zunächst die operative Entfernung des Hodens über einen Leistenschnitt.

Entscheidend ist dann eine korrekte Umfelddiagnostik zur genauen Klärung, wie weit der Tumor forgeschritten ist und ob bereits Metastasen vorliegen.

Dazu gehören die Bestimmung von sog. Tumormarkern durch Blutentnahme (alpha-Fetoprotein, beta-HCG, LDH) und eine Röntgenuntersuchung von Bauch- und Brustraum, üblicherweise durch eine Computertomographie.

Eine eventuell nachfolgende Behandlung richtet sich dabei nach der genauen Art des Tumors und nach dem Stadium der Erkrankung, also wie weit der Tumor bereits forgeschritten ist. Möglich ist dabei neben der rein abwartenden Beobachtung ("Surveillance") eine Strahlentherapie, eine Chemotherapie und/oder eine Operation.

Auch in fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung bestehen durch eine korrekte Behandlung sehr hohe echte Heilungschancen. Entscheidend dabei ist eine exakte Diagnostik und eine optimale, individuell angepasste Therapie.

Um unseren Patienten hier eine optimale Behandlung zu ermöglichen, arbeiten wir selbstverständlich eng mit Fachärzten der Radiologie, Strahlentherapie und Onkologie zusammen. In gemeinsamen Besprechungen wird dann die jeweils beste Therapie für den Patienten geplant.

Außerdem sind wir eng vernetzt mit der Deutschen Hodentumorstudiengruppe (GTCSG) im gemeinsamen "Zweitmeinungsprojekt Hodentumoren".

Therapie

Das Blasenkarzinom wird stadienabhängig entweder mittels endoskopischer Entfernung des Tumors durch die Harnröhre (transurethrale Resektion) oder durch die Entfernung der Blase (Zystektomie) behandelt.

 

Harnableitung

Im Rahmen der Zystektomie (Entfernung der Blase) führen wir diverse Formen der Harnableitung durch, wozu sowohl inkontinente Formen (z.B. Ileum-Conduit) als auch kontinente Ersatzblasen mit Anschluß an die Harnröhre oder den Nabel gehören (Ileum-Neoblase).

Therapie

Die wichtigste Therapieform des Nierenzellkarzinoms ist die operative Entfernung des Tumors. Abhängig von der Größe kann bei kleinen Tumoren die tumortragende Niere erhalten werden, bei größeren Tumoren oder bei Vorliegen von Tumorausläufern in die Nieren- oder Hohlvene muß die gesamte Niere einschließlich der regionären Lymphknoten entfernt werden. Auch hier kann der Eingriff, abhängig von den Ausgangsbefunden laparoskopisch erfolgen.

 

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Prostatakrebs

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